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Finanztipp
Wann Krankentagegeld sinnvoll ist

Bei langer Krankheit bietet privates Krankentagegeld Schutz gegen Verdienstausfall.
Bei langer Krankheit bietet privates Krankentagegeld Schutz gegen Verdienstausfall. FOTO: dpa / Bernd Weissbrod
Berlin. Ein früher Vertragsabschluss kann Beiträge in beträchtlichem Maß sparen.

(dpa) Für manche Arbeitnehmer und für Selbstständige kann das gesetzliche Krankengeld knapp sein. Schutz gegen Verdienstausfall bei langer Krankheit bietet privates Krankentagegeld. Sinnvoll ist diese Absicherung vor allem, wenn das Gehalt jeden Monat fest verplant ist, zum Beispiel für einen Kredit.


Die Zeitschrift „Finanztest“ (6/18) hat 76 Tarife aller privaten Krankenversicherer untersucht, die für gesetzlich Versicherte zugänglich sind. Der Test zeigt, dass Kunden sich umso günstiger versichern können, je früher sie den Vertrag abschließen.

Ein 32 Jahre alter Arbeitnehmer beispielsweise zahlt für einen der drei besten Tarife zwischen zehn und 13 Euro monatlich und bekommt ab der siebten Krankheitswoche als Ergänzung zum gesetzlichen Krankengeld dafür 40 Euro täglich privates Krankentagegeld. Ist der Kunde beim Abschluss 52 Jahre alt, zahlt er dafür zwischen 24 und 28 Euro monatlich, also mehr als doppelt so viel.



Selbstständige, die freiwillig Mitglied einer Krankenkasse sind, haben nicht automatisch Anspruch auf gesetzliches Krankengeld. Sie können wählen, ob sie das Krankengeld ihrer Kasse erhalten wollen oder finanzielle Risiken bei längerer Arbeitsunfähigkeit lieber komplett über einen privaten Versicherer absichern oder beides kombinieren.

Krankentagegeld zahlt der Versicherer allerdings immer nur bis zur Höhe des aktuellen Nettoeinkommens. Maßgeblich ist bei Arbeitnehmern der Verdienst der letzten zwölf Monate vor der Krankheit, bei Selbstständigen der des letzten Kalenderjahres. Bei seit Vertragsabschluss gesunkenem Nettoeinkommen zahlt die Versicherung weniger.