Verbrauchertipp : Im Räucherlachs kann gefärbter Dorsch stecken

(dpa) Wer Räucherlachs kaufen will, sollte sich die Angaben auf der Verpackung genau ansehen, denn in Wahrheit steckt oft nur Lachsersatz drin. Grund dafür seien die verwirrenden Bezeichnungen Seelachs und Alaska-Seelachs, erklärt die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern.

Lachsersatz wird aus Seelachs (Köhler) oder Alaska-Seelachs (Pazifischem Pollack) hergestellt. „Beide gehören zur Familie der Dorsche, sind grau- oder weißfleischig und haben mit echtem Lachs nichts zu tun“, erklären die Verbraucherschützer. Die lachsartige Farbe erhalten sie durch den Zusatz von Farbstoffen. Üblicherweise werden die synthetischen Azofarbstoffe Gelborange S und Cochenillerot A verwendet. Diese Farbstoffe können die Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen. Darauf müsse auf der Verpackung hingewiesen werden, betonen die Ernährungsexperten. Lachsersatz muss als solcher gekennzeichnet werden, und zwar unter dem Produktnamen.

Mehr von Saarbrücker Zeitung