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Bitkom: Der deutsche Absatzmarkt für digitale Bücher wächst kaum

Bitkom-Studie : Der deutsche Absatzmarkt für digitale Bücher stagniert

Jeder vierte Deutsche liest digitale Bücher, sogenannte E-Books, beruflich oder privat. Das geht aus einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom hervor. Der Anteil der Nutzer digitaler Bücher hat sich demnach in den vergangenen fünf Jahren kaum geändert.

Schon 2014 ergab eine vergleichbare Studie hierzulande einen Anteil der E-Book-Leser von 24 Prozent.

Vor allem die Jüngeren lesen digitale Bücher, 47 Prozent sind es bei den 16- bis 29-Jährigen. Unter den 30- bis 49-Jährigen sowie den 50- bis 64-Jährigen sind es laut Bitkom jeweils 26 Prozent. In der Altersgruppe ab 65 Jahren liege der Anteil der E-Book-Nutzer bei zehn Prozent. Gut drei Viertel der Leserschaft digitaler Bücher liest auf E-Book-Readern, speziell für das Lesen digitaler Bücher konzipierte Geräte, die wenig Strom verbrauchen und eine Papieroberfläche simulieren wollen. Jeder zweite Nutzer gab in der Umfrage an, E-Books auf dem Smartphone zu lesen, 38 Prozent lesen auf dem Tablet-Computer, 23 Prozent nutzen dafür den Laptop, so Bitkom.

Die größten Vorteile von E-Books sehen die Nutzer darin, dass digitaler Lesestoff praktisch jederzeit zur Verfügung steht (85 Prozent), schnell bezogen werden kann (76 Prozent), keinen Platz wegnimmt (72 Prozent) und nichts wiegt (70 Prozent).

Gut zwei von fünf Nutzern schätzen bei E-Books auch die weiteren Funktionen, darunter die Möglichkeit, Notizen zu machen, die Schriftgröße zu ändern, das Buch zu durchsuchen und Passagen zu markieren oder direkt übersetzen zu lassen.

Im Sommer hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf für eine ermäßigte Mehrwertsteuer unter anderem für E-Books vorgelegt, dem aber noch Bundestag und Bundesrat zustimmen müssten, damit das Gesetz 2020 in Kraft treten kann. Mit dem Gesetz sollen E-Books gedruckten Büchern steuerrechtlich gleichgestellt werden, also nur noch mit sieben statt 19 Prozent besteuert werden. ODerzeit kosten gedruckte Bücher und E-Books meist gleich viel, konstatiert der Branchenverband.

(dpa)