"Stabilisierung der Saar-LB dient der saarländischen Wirtschaft"

"Stabilisierung der Saar-LB dient der saarländischen Wirtschaft"

Saarbrücken. Die Erhöhung der Landesanteile an der Saar-LB sieht Ministerpräsident Peter Müller als gerechtfertigt an. Damit werde die Bank stabilisiert

Saarbrücken. Die Erhöhung der Landesanteile an der Saar-LB sieht Ministerpräsident Peter Müller als gerechtfertigt an. Damit werde die Bank stabilisiert. Gleichzeitig werde ihre Rolle als interregionale Hausbank des heimischen Mittelstands gestärkt, ihre Rolle als Begleiter der Saar-Wirtschaft und von Unternehmen, die sich in Frankreich engagieren wollen, betonte Müller gestern beim Forum der Sparkassen-Finanzgruppe Saar "Mittelstand stärken - Chancen nutzen" in der Congresshalle. Es fand in Zusammenarbeit mit dem Saar-Wirtschaftsministerium statt. Müller geht davon aus, dass der Landtag in seiner heutigen Sitzung einen Baransatz von 50 Millionen Euro und eine Verpflichtungsermächtigung von 80 Millionen Euro bezüglich der Saar-LB beschließen wird.Auch Thomas Christian Buchbinder, Vorstandsvorsitzender der Saar-LB, und Hans-Werner Sander, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Saarbrücken, verwiesen in einem von SZ-Chefredakteur Peter Stefan Herbst moderierten Dialog darauf, dass die Saar-LB mit ihrem Geschäftsmodell gut aufgestellt sei. Sie achte auf eigene Liquidität und plane, mittelfristig mit weniger Kapital auszukommen sowie wieder verstärkt Regionalgeschäft zu betreiben, betonte Buchbinder. Sparkassen-Vorstand Sander sieht trotz Finanzkrise keine Kreditklemme für kleine und mittlere Betriebe. Diese Unternehmen würden weiter von regionalen Sparkassen betreut, sofern sie ein tragfähiges Geschäftsmodell vorweisen könnten. Damit leisteten die Sparkassen einen Beitrag zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung an der Saar. Ministerpräsdident Müller betonte weiter, es gelte, in der Finanzkrise ein funktionsfähiges Bankenwesen und einen funktionsfähigen kreditwirtschaftlichen Sektor zu erhalten. Das deutsche System der Universalbanken, beruhend auf dem Drei-Säulen-Modell, habe sich als tragfähiges System erwiesen. Politik und Wirtschaft seien in der Bankenkrise zusammengerückt. Deshalb bestünden gute Chancen für Banken, gestärkt aus der Krise hervorzugehen, sagte Franz-Josef Schumann, Präsident des Sparkassenverbandes Saar. Vielen Banken sei in den letzten Jahrzehnten die dienende Funktion abhanden gekommen, so Karl-Peter Schackmann, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkasen- und Giroverbandes. Geld dürfe nicht Selbstzweck und hohe Rendite-Ziele dürften nicht treibende Kraft werden. ts