Volleyball, 3. Liga: Lebach mit Heimspiel gegen den SSC Bad Vilbel

Volleyball : Lenka folgte Lenas Lockruf nach Lebach

Lenka Grycova fiebert ihrem Heimdebüt für den Volleyball-Drittligisten entgegen. „Ich bin schon auf die Atmosphäre gespannt.“

Bislang konnte sie zu Hause nie eingreifen Die Bürokratie und der Beruf verhinderten, dass Lenka Grycova, Neuzugang von Volleyball-Drittligist TV Lebach, in einem Heimspiel ans Netz gehen konnte. Zum einen fehlte bis vor wenigen Wochen die Freigabe für die vom SV Steinwenden gekommene Tschechin. Zum anderen war die 31-Jährige während der bisherigen Partien vor eigenem Publikum ohnehin beruflich auf Reisen.

An diesem Samstag (19.30 Uhr) im Heimspiel des Tabellenfünften gegen den SSC Bad Vilbel (Drittletzter) ist das anders. „Ich freue mich sehr und bin schon gespannt, wie die Atmosphäre in der Halle sein wird“, sagt der Neuzugang. Denn dass bei den Lebacher Heimspielen immer einiges los ist, hat die Tschechin schon gehört.

Hinter ihrem erstmaligen Einsatz vor eigenem Publikum steht allerdings noch ein kleines Fragezeichen. Denn die 31-Jährige hatte diese Woche mit einer Erkältung zu kämpfen. „Es ist aber wieder besser. Ich denke, dass ich spielen kann“, sagt sie.

Grycova wird daher höchstwahrscheinlich als Mittelblockerin eingesetzt. Dabei ist sie eigentlich Diagonalspielerin. Für die 31-Jährige ist ihr neues Aufgabengebiet noch ein wenig gewöhnungsbedürftig. „Die Signale, die hier gegeben werden, sind ein wenig anders, als ich sie aus Tschechin oder aus Steinwenden gewohnt war“, verrät der Neuzugang.

Dass Grycova, die aus Krumau an der Moldau (Český Krumlov) in Südböhmen stammt, in Lebach landete, dafür ist auch ihre Mitspielerin Lena Zewe verantwortlich. Nachdem Grykova arbeitsbedingt nach Deutschland kam, spielte sie zunächst für den Regionalligisten Steinwenden. „Vergangene Saison sind wir dort von der vierten in die fünfte Liga abgestiegen“, berichtet die Tschechin. Für die Ambitionen der 31-Jährigen ein schwerer Schlag: „Ich will mich sportlich immer verbessern und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir das in der Oberliga gelingen kann. Deshalb wollte ich mir einen neuen Verein suchen, aber ich kannte ja niemanden.“

Das änderte sich im Sommer, als sie bei einem Beachvolleyball-Turnier Lena Zewe traf. Die beiden Sportlerinnen kamen ins Gespräch und Lena lud Lenka zu einem Probetraining nach Lebach ein. „Ich war zunächst skeptisch. Ich habe mir das auf der Landkarte angeschaut und gesehen, dass die Entfernung groß ist. Aber ich bin dann doch mal hingefahren“, verrät die Tschechin.

Was sie dann sah, überzeugte sie: „Die Übungen waren alle sehr gut. Ich hatte den Eindruck, dass ich mich hier verbessern kann.“ In Lebach fühlt sich der Neuzugang wohl. „Jeder hat mich sehr herzlich hier begrüßt. Es gibt zwar sportlich einen Konkurrenzkampf im Team, aber jeder motiviert hier dennoch auch den anderen. Das gefällt mir.“

Nachdem mittlerweile endlich auch ihre Freigabe eingetroffen ist, stand Grycova Ende Oktober im Auswärtsspiel ihrer Mannschaft beim VfR Umkirch (2:3) erstmals auf dem Feld. Am vergangenen Wochenende folgte ein weiterer Einsatz beim 3:0-Erfolg bei der TG Mainz-Gonsenheim. Und jetzt steht für die Tschechin endlich auch die Premiere vor eigenem Publikum an.

Mehr von Saarbrücker Zeitung