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| 20:39 Uhr

RB spielt beim SSC
Nur Leipzig freut sich auf Neapel

Neapel/Berlin. In Italien erwartet den Bundesligisten heute ein halbleeres Stadion und eine B-Elf.

Von einem vorweggenommenen Finale sprechen manche bei RB Leipzig. Und freilich verheißt das Europa-League-Duell mit dem SSC Neapel auf dem Papier Großes. Doch der Schein trügt: Ein fast leeres Stadion und eine bessere B-Elf als Gegner erwarten die Sachsen beim Zwischenrunden-Hinspiel am heutigen Donnerstag (21.05 Uhr/live bei Sport1) im Süden Italiens. Es scheint, als freue sich in dieser Paarung allein der deutsche Vizemeister so richtig auf die Herausforderung Europa.

„Das hätte auch das Finale sein können“, stellte Leipzigs dänischer Stürmer Yussuf Poulsen jüngst im „Doppelpass“ bei Sport1 fest. „Für solche Spiele“ werde man Fußballer, ließ Nationalspieler Diego Demme in der Bild-Zeitung verlauten. Demme selbst ist Halb-Italiener, sein Vater Enzo glühender Napoli-Fan.

Doch bis in dessen italienische Heimat reicht die Begeisterung nicht. Laut lokalen Medien waren am Dienstag gerade einmal 6000 Tickets für das Spiel im 60 000 Plätze fassenden Stadio San Paolo verkauft – 1500 davon an Anhänger aus Leipzig. Zum Vergleich: Neapels internationaler Minusrekord in dieser Saison markierte das Champions-League-Heimspiel gegen Schachtjor Donezk (3:0) mit 10 573 Zuschauern. Doch warum droht erneut tote Hose? Leipzig ist schließlich ein offensiv ausgerichteter Gegner, und Neapel hat mit Spielern wie dem Belgier Dries Mertens und dem Slowaken Marek Hamsik hochveranlagte Stars im Angebot.

Nun ja, Mertens ist gelbgesperrt, Hamsik wird wohl wie viele andere Stars auch von Trainer Maurizio Sarri für den Ligabetrieb in der Serie A geschont. Dort ist Napoli nämlich aktuell mit einem Zähler Vorsprung Tabellenführer vor Serienmeister Juventus Turin. Den Süditalienern winkt der erste Scudetto seit 1990, damals zog noch der große Diego Maradona die Fäden.

Doch die Leipziger stört das herzlich wenig. „Ich gehe schon davon aus, dass sie den Anspruch haben, erfolgreich zu sein in dem Wettbewerb“, sagte RB-Kapitän Willi Orban: „Im Endeffekt kann es uns egal sein, mit wem sie da auflaufen.“ Das stimmt wohl, ein personell geschwächter Favorit erhöht aber die Chancen auf ein gutes Resultat mit Blick auf das Rückspiel eine Woche später in Leipzig (19 Uhr). Klappen soll das mit dem neuen Defensivstil, den Trainer Ralph Hasenhüttl den Leipzigern in den vergangenen Partien auferlegt hat. „Das wird in den nächsten Wochen der Schlüssel zum Erfolg sein“, sagte der Österreicher: „In der K.o.-Phase der Europa League kann jedes Tor entscheidend sein.“

Sicher stehen und dann blitzartig kontern: Das ist die Maxime für das Spiel in Neapel. Mit dem Österreicher Marcel Sabitzer und Nationalstürmer Timo Werner verfügen auch die Leipziger über Offensiv-Waffen. „Wir wollen uns dort von unserer besten Seite zeigen und mit einer guten Mentalität verteidigen“, sagte Orban: „Und nach vorne haben wir immer eine Chance mit Jungs wie Timo. Ich glaube, er wird dort auch sein Tor machen.“