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Olympische Winterspiele in Südkorea
Doppelter Donnerstag für die Biathleten

Pyeongchang. Heute sollen in Pyeongchang beide langen Einzelrennen stattfinden – erst die Damen, dann die Herren.

Laura Dahlmeier muss sich bei ihrer Mission Gold-Triple in Geduld üben. Und das ist gut so, denn der Biathlon-Klassiker über 15 Kilometer hätte durch Sturmböen zur Lotterie werden können. „Wir wollten keine unfairen Bedingungen haben“, sagte Nicole Resch, Generalsekretärin des Biathlon-Weltverbandes IBU. Damit kommt es auch bei den Skijägern zu einem Super-Donnerstag. Um 9.15 Uhr MEZ kämpfen die Damen um die Medaillen, um 12.30 Uhr (beides ARD) sind die Männer dran. Dort läuft Johannes Kühn für den angeschlagenen Bronze-Gewinner Benedikt Doll.



„Ich habe diese Entscheidung als Jury-Mitglied mitgetragen“, sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig zur Rennabsage. „Da wir eine gute Wetterprognose haben, hat sich die Jury entschieden, den Wettkampf zu canceln.“ Für sein Team kam die Absage überraschend. „Die, die schon draußen waren, haben gesagt, dass es eigentlich gute Bedingungen am Schießstand waren“, sagte Staffel-Weltmeisterin Franziska Hildebrand. Sie war wie Dahlmeier, Maren Hammerschmidt und Franziska Preuß schon in der Wettkampf-Vorbereitung. Debütantin Hammerschmidt begrüßte die Verschiebung. „Schwupps ist morgen, und wir stehen vor dem Wettkampf. Da freue ich mich immer noch.“

Bei den Männern pausiert Doll derweil über die 20 Kilometer. „Es kratzt leicht im Hals“, sagte der Olympia-Dritte in der Verfolgung. Für ihn rückt neben Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer, Massenstart-Weltmeister Simon Schempp und Erik Lesser der 26-Jährige Kühn ins Team. „Ich fühle mich relativ fit und gesund“, sagte Peiffer. Auch Lesser, in Sotschi Olympia-Zweiter im Einzel, gibt sich kämpferisch: „Ich habe noch etwas gutzumachen nach dem Verfolger.“