1. Sport
  2. Saar-Sport

Handballfest im Sportzentrum

Handballfest im Sportzentrum

Niederwürzbach/Erbach. Rudi Hartz (Foto: SZ) und der TV Niederwürzbach - diese sportliche Ehe hält nun schon über 50 Jahre. Rudi Hartz hat sich darüber hinaus um den Handball im Saarland Verdienste erworben wie nur ganz wenige andere. Der TVN in der Bundesliga, zweifacher deutscher Vizemeister, Sieger im Euro-City-Cup 1995. Insgesamt zehn Jahre (1989 bis 1999) im Oberhaus

Niederwürzbach/Erbach. Rudi Hartz (Foto: SZ) und der TV Niederwürzbach - diese sportliche Ehe hält nun schon über 50 Jahre. Rudi Hartz hat sich darüber hinaus um den Handball im Saarland Verdienste erworben wie nur ganz wenige andere. Der TVN in der Bundesliga, zweifacher deutscher Vizemeister, Sieger im Euro-City-Cup 1995. Insgesamt zehn Jahre (1989 bis 1999) im Oberhaus. Handballfeste in Serie im Erbacher Sportzentrum, das immer ausverkauft war. Der TVN war Kult im Saarland. Immer mit Rudi Hartz an vorderster Front. 1999 dann die schwärzeste Stunde der 100-jährigen Vereinsgeschichte des TVN. Finanzielle Probleme - freiwilliger Rückzug vom Profi-Handball. Seitdem backt der TVN kleinere Brötchen. Demnächst beginnt wieder die Saison in der Bezirksliga.

Doch am Sonntag weht ab 17 Uhr noch mal große Handball-Luft durch die Halle in Erbach. Rudi Hartz hat sich zu seinem Abschied in Diensten des TVN und zu dessen 100. Geburtstag selbst ein Geschenk gemacht und seine Jungs von damals zu einem Nostalgie-Spiel gegen die aktuelle Bundesliga-Mannschaft des TV Großwallstadt eingeladen. "Die meisten haben zugesagt", freut sich der Würzbacher Dauerbrenner, "dass sie sich alle noch gerne an die Zeit in Würzbach" erinnern.

Stolz ist Hartz auch darauf, "dass mit dem TV Großwallstadt eine der besten deutschen Handball-Mannschaften zu uns kommt". Auch Sohn Jürgen, der es in dieser TVN-Hochzeit bis zum Nationalspieler brachte, ließ seine Kontakte spielen. Und so dürfen sich die Zuschauer am Sonntag auf ein Nostalgie-Team mit großen Namen freuen. Und auf einen mittlerweile 72-jährigen Petre Ivanescu, der als Trainer von 1988 bis 1991 bei den Würzbachern Maßstäbe setzte.

Zugesagt haben bisher 23 Spieler aus alten Zeiten. Markus Baur ist dabei, die Sieberger-Brüder, Momir Rnic, Marek Kordowiecki, Christian Piller, Andrei Lavrov, Uwe Schreiber oder Reinhard Rings. Auftauchen - zumindest um Rudi Hartz hochleben zu lassen - wird auch Christian Schwarzer. Falls er bis dahin von Olympia in Peking zurück ist.