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Verbraucherberatung
Welche Alternativen gibt’s zur Nachtstromspeicherheizung?

St. Wendel. Nachtspeicheröfen sind nach Angaben der Verbraucherzentrale die teuerste Art zu heizen. Die Technik gelte als überholt und belaste zudem die Umwelt. Viele Besitzer einer solchen Nachtstromspeicherheizung wollen sich daher gerne von ihr verabschieden. Von red

Wer auf ein effizienteres Heizsystem umstellen will, steht vor verschiedenen Problemen und größeren Investitionskosten: „Wurde das Haus beim Bau ausgelegt auf eine elektrische Beheizung, gibt es keinen Kamin für die Abgase, keine Heizungsrohre und keine Heizkörper. Ein Lagerraum für Öl oder Pellets fehlt auch meist, und der Heizkessel braucht auch noch Platz“, so Werner Ehl, Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes. Für Gas braucht man keinen Lagerraum. Im Saarland gibt jedoch einige Gebiete ohne Erdgasversorgung.


Die Lösung Flüssiggas erfordert einen sicheren Standort für den Tank und eine sorgfältige Prüfung der vertraglichen Bedingungen. Wird der Tank gemietet, muss häufig vom selben Unternehmen jahrelang Gas bezogen werden. Außerdem sind die Flüssiggaspreise in diesem Fall oft höher als auf dem freien Markt.

Holz-oder Pellet-Einzelöfen können vollwertige Heizsysteme darstellen; vorausgesetzt, es ist eine Wassertasche vorhanden. Diese hat die Funktion eines Wärmetauschers, der die Wärme über Heizungsleitungen oder Wärmluftkanäle im Haus verteilt.



Von den angeblich günstigeren Elektrodirekt- oder Infrarotheizungen rät  Ehl ab: „Ohne Speichermedium, wie es eine Nachtstromspeicherheizung bietet, kann die zukünftige Stromrechnung trotz Versprechungen zahlreicher Werbeblätter noch höher ausfallen.“ In einzelnen Fällen mag es deshalb sinnvoll sein, die elektrische Beheizung durch Nachtstromspeichergeräte übergangsweise fortzuführen. „Um die Stromkosten zu senken, sollte dann aber der Wärmeschutz des Hauses verbessert werden“, empfiehlt Werner Ehl.

Bei Fragen zu einem neuen Heizsystem oder zur Optimierung der alten Heizung helfen die Energieberater der Verbraucherzentrale weiter. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell.