| 19:08 Uhr

Ein Derby vor toller Kulisse

Hasborns Michael Rauber ist erst 19 Jahre alt. Er freut sich auf das Derby gegen Primstal – und auf die vielen Zuschauer. Foto: Semmler
Hasborns Michael Rauber ist erst 19 Jahre alt. Er freut sich auf das Derby gegen Primstal – und auf die vielen Zuschauer. Foto: Semmler FOTO: Semmler
Hasborn. Für beide Vereine ist es einer der absoluten Höhepunkte der Saison. Heute um 19 Uhr treffen der SV Hasborn und der VfL Primstal in der Fußball-Saarlandliga aufeinander. Für einige Spieler ist es das erste Derby. Philipp Semmler

Heute Abend wird im Hasborner Waldstadion wieder die Hölle los sein. Der Grund: Der SV Hasborn erwartet in der Fußball-Saarlandliga den Rivalen VfL Primstal. Im vergangenen Jahr sahen jeweils 1000 Zuschauer die beiden Partien zwischen den Kontrahenten. Auf ähnlich viele hofft Hasborns neuer Trainer Mathäus Gornik auch dieses Mal. "Beide Vereine haben ganz junge Mannschaften, die tollen Fußball zeigen. Die Spieler hätten eine große Kulisse verdient", erklärt der Übungsleiter.


Für ihn sind vierstellige Besucherzahlen nichts Besonderes, da er diese aus seiner Zeit in der Regionalliga bei Kaiserslautern II und dem FK Pirmasens gewöhnt ist. Doch bei einigen jungen Spielern sorgt die erwartet große Kulisse doch für ein Kribbeln im Bauch. "In der Jugend waren bei unseren Spielen meistens nur ein paar Leute da", erklärt Hasborns Innenverteidiger Michael Rauber, der aus der U19 gekommen ist. "Die 400 Zuschauer beim A-Jugend-Pokalfinale von Schaumberg-Prims gegen den 1. FC Saarbrücken in diesem Mai war die größte Kulisse, vor der ich bislang gespielt habe", berichtet der aus Güdesweiler stammende 19-Jährige.

Obwohl Rauber aus der eigenen Jugend kommt, ist er dennoch in der Sommerpause vom heutigen Gegner aus Primstal nach Hasborn gewechselt. Denn die JFG Schaumberg-Prims hat mit Hasborn , Primstal, Scheuern, Überroth und Tholey fünf Stammvereine - und Raubers Pass lag beim VfL Primstal. "Ich wollte nach Hasborn , weil unser Trainer Mathäus Gornik auf meiner Position in höheren Klassen gespielt hat. Und ich bin daher der Meinung, dass ich von ihm viel lernen kann", erklärt der Defensiv-Akteur. Rauber wird im Derby wahrscheinlich gemeinsam mit Gornik das Hasborner Abwehr-Zentrum bilden. Bislang stand der Verteidiger immer von Beginn an auf dem Platz. "Das kam überraschend", gesteht Rauber. "Eigentlich hatte ich gehofft, dass ich in ein paar Spielen eingewechselt werde. Dass ich immer in der Startelf bin, damit hatte ich nicht gerechnet", freut sich der Jura-Student.

Auf drei Startelf-Einsätze kann auch ein junger Spieler des VfL Primstal in dieser Saison zurückblicken. Torwart Simon Holz (18) stand für den VfL in dieser Runde in allen drei Begegnungen in der Kiste. Der 18-Jährige kennt es, vor vielen Leuten zu kicken. Zum Auftaktspiel des VfL gegen den VfB Dillingen beim 0:3 kamen 800 Zuschauer. "Beim Warmmachen hat man schon geguckt, wie viele Leute da sind. Während des Spiels hat man es aber gar nicht so mitkommen", sagt er. Holz hat übrigens die kürzeste Anreise aller Primstaler Spieler zum Derby. Denn der Schlussmann wohnt in Hasborn und wechselte in der D-Jugend vom SV zum Lokalrivalen. "In Primstal gab es in der D-Jugend eine tolle Truppe. Deshalb bin ich hin", erklärt er.