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Nationalpark
Helfer für den Schutz der Artenvielfalt

Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald wird bis Monatsende ein Hangmoor renaturiert. 
Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald wird bis Monatsende ein Hangmoor renaturiert.  FOTO: Lena Gärtner
Nonnweiler/Hermeskeil. Das Bergwaldprojekt arbeitete schon öfter im Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Jetzt soll ein Hangmoor renaturiert werden. Von red

Das Bergwaldprojekt ist bis 30. Juni erneut im Nationalpark Hunsrück-Hochwald zugange. Fast 60 Freiwillige aus ganz Deutschland kommen in den Hunsrück, um ein Hangmoor zu renaturieren und dieses Ökosystem näher kennenzulernen. Ziel der Projektwochen sei es, die Teilnehmer für einen schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu sensibilisieren. Das teilt ein Sprecher des Parks mit.


Bei der langjährigen Zusammenarbeit von Bergwaldprojekt, der Stiftung für Natur und Umwelt und dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald werden die Teilnehmer an der Wiedervernässung eines stark gestörten Hangmoors, dem Thranenbruch, mitarbeiten. Bei wöchentlichen Exkursionen lernen sie, die vielfältigen Aspekte des Ökosystems Moor kennen und dessen Bedeutung, nicht nur für den Menschen, zu verstehen.

Ohne diese Arbeiten würde aufgrund der starken Entwässerungen aus älterer Zeit ein bedeutender Teil der Brücher weiter austrocknen und letztlich verschwinden. Im Hochwald des Hunsrücks bilden die seltenen Hangbrücher allerdings ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. „Diese Besonderheit war auch einer der Gründe, das Gebiet als Nationalpark auszuweisen“, erläutert Nationalparkamtsleiter Harald Egidi, „im jetzt durchgeführten Rückbau der Entwässerungseinrichtungen liegt der Schlüssel für eine erfolgreiche Renaturierung dieser Moore.“



Ein wichtiges Anliegen dieses Einsatzes ist es, den Schutz der Artenvielfalt und der Ökosystemfunktionen zu vermitteln: „Moore sind nicht nur wichtige Rückzugsräume für seltene Tier- und Pflanzenarten“, so Lutz Rohland, Projektleiter beim Bergwaldprojekt, „sondern auch bedeutende Wasser- und Kohlenstoffspeicher.“ So können renaturierte Moore beispielweise zur Glättung von Hochwasserspitzen beitragen. Mit ihrem Einsatz sorgten die freiwilligen Helfer für den Erhalt der Moore im Wildnisgebiet. Aufgrund der Erfahrungen in den Projektwochen würden die Ehrenamtlichen außerdem oftmals neue Beziehungen zur Natur entwickeln. Dies bestärke sie darin, auch ihren eigenen Alltag umweltverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten.