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Weihnachtsmarkt
Kleine Kinder machten große Augen

Der Marpinger Spielmannszug sorgt für weihnachtliche Musik auf dem Nikolausmarkt in Marpingen.
Der Marpinger Spielmannszug sorgt für weihnachtliche Musik auf dem Nikolausmarkt in Marpingen. FOTO: Daniel Ames
Alsweiler/Marpingen. In Marpingen und Alsweiler wurde der Advent feierlich mit vorweihnachtlichen Adventsmärkten eingeläutet.

Die Adventszeit wurde in der Gemeinde Marpingen festlich eingeläutet. Beim Marpinger Nikolausmarkt und dem Adventsmarkt an der Alsweiler Pfarrkirche frönten die Besucher bei klirrender Kälte der vorweihnachtlichen Atmosphäre.



In Marpingen waren die Hausdächer mit einer dünnen Schneeschicht bepudert, als der Nikolaus sich seinen Weg durch die Menge bahnte und bei den kleinen Nikolausmarktbesuchern für große Augen sorgte. In Purpur gewandet und mit dem Bischofstab in der Rechten, hob er sein heiliges Buch empor und fragte die Kinder, ob sie wissen, was darin stünde. Ihnen ist natürlich die Brisanz des Dokuments bewusst, schließlich sind dort alle guten wie schlechten Taten vermerkt, die im vergangenen Jahr begangen wurden. Das motivierte die jungen Kehlen dem Nikolaus gemeinsam ein Ständchen zu singen. Zur Belohnung gab es Tüten mit Süßem.

Um die rund fünf Meter hohe Nordmanntanne inmitten des Marktplatzes – in diesem Jahr mit neuen Leuchtmitteln erhellt – säumten sich zehn Buden an denen Basteleien und wärmende Leckereien feil geboten wurden. Letzteres war auch nötig, denn das Thermometer zeigte Minusgrade – die passende Atmosphäre um die Vorweihnachtszeit einzuläuten. Der Marpinger Nikolausmarkt hat eine über 30-jährige Tradition. Die Buden werden von Vereinen des Orts betrieben. Sonntags beteiligen sich einige Läden der Ortschaft und öffneten ihre Läden.

Gemeinsam der vorweihnachtlichen Zeit frönen und dabei noch etwas Gutes tun – diese Möglichkeit hatten die Besucher des Alsweiler Adventsmarktes am Rande der Pfarrkirche St. Mauritius. Die Erlöse kamen nämlich der Ferienfreizeit der Messdiener sowie bedürftigen Bürgern des Ortes zugute. Dafür haben sich die Messdiener mächtig ins Zeug gelegt und eine Tombola auf die Beine gestellt; auch die Jugendgruppen der Feuerwehr sowie des Deutschen Roten Kreuzes waren mit eigenen Ständen vertreten.

Auch in Alsweiler war bischöflicher Besuch angekündigt. Erst zögerlich dann umso vollmundiger trugen die jungen Besucher dem Nikolaus ein Gedicht vor. Dieser bedankte sich mit einer großen Ladung Weckmänner.

„Der Adventsmarkt bietet eine schöne Möglichkeit sich zu begegnen und miteinander ins Gespräch zu kommen“, schilderte Pastor Wolfgang Breininger im Festzelt, wo die Frauen der Kirchengemeinde selbstgemachte Gestecke und Adventskränze offerierten. Im kommenden Jahr steht übrigens ein Umzug an. Nach dem Verkauf des Pfarrhauses hinter der Kirche findet der Alsweiler Adventsmarkt seine neue Heimstätte am Kirmesplatz.

Ohne Besuch vom Nikolaus wäre auch der Markt in Alsweiler undenkbar gewesen. Hier überreicht er den braven Kindern leckere Weckmänner.
Ohne Besuch vom Nikolaus wäre auch der Markt in Alsweiler undenkbar gewesen. Hier überreicht er den braven Kindern leckere Weckmänner. FOTO: Daniel Ames