| 20:06 Uhr

"Vivent les platitudes!"

Sabrina Carfora und Tochter Leni gehörten zu den ersten von bislang rund 1000 Menschen, die sich für Saarlouis fotografieren ließen. Foto: SZ
Sabrina Carfora und Tochter Leni gehörten zu den ersten von bislang rund 1000 Menschen, die sich für Saarlouis fotografieren ließen. Foto: SZ
Saarlouis, c'est moi "Vivent les platitudes!" Zum Artikel "Sympathie-Beweis für Saarlouis" (17. April)Für die Produktion von Worthülsen ist das Saarlouiser Triumvirat (Henz, Heyer, Pecina) bereits bestens in der Stadt bekannt

Saarlouis, c'est moi"Vivent les platitudes!"Zum Artikel "Sympathie-Beweis für Saarlouis" (17. April)Für die Produktion von Worthülsen ist das Saarlouiser Triumvirat (Henz, Heyer, Pecina) bereits bestens in der Stadt bekannt. Dass dies nun auch noch über die Stadtgrenzen hinaus, ja sogar nach Frankreich und Luxemburg verbreitet werden soll, fördert sicherlich nicht das Image der Stadt.Die Aktion "Saarlouis, c'est moi" soll ja wohl die Identifikation jedes einzelnen Bürgers mit seiner Stadt Saarlouis nach außen darstellen.Hier müssen sich nun die Freunde des Stadtgartenbades, die sogar ein Konzept zum selbstverwalteten Weiterbetrieb ausgearbeitet hatten, laut zu Wort melden. Oder die Behindertengruppen, die regelmäßig feststellen müssen, dass ihre Bedürfnisse bei Neuplanungen vergessen werden und diesen Missstand noch nicht einmal durch einen eigenen unabhängigen Beirat vorbringen können. Ebenso die Seniorengruppen, die ausgearbeitete Konzepte vorlegen und Eigenleistung hierbei ganz groß schreiben und dann harsch abgewiesen werden. Oder die Gastwirte, die nicht in der "Goldmeile" der Stadt liegen und deren Ideen und Vorschläge nicht gehört werden und so weiter und so weiter.Die Bürger dieser Stadt lieben ebendiese, leben gerne in dieser und bringen sich auch ein. Leider meist, ohne auf Gehör bei den Stadtoberen zu stoßen. Wenn das Produkt nicht stimmt, nützt die beste und teuerste Imagekampagne nichts. Barbara Locurcio, SaarlouisBücherspendeMehr Nonchalancehätte besser gestandenZum Artikel "Grüne Bücherspende für Nalbach mit Wurm drin" (24. April) Der Nalbacher Bürgermeister Patrik Lauer müsste doch viel Verständnis für die junge politisch engagierte Frau haben. Es war doch für einen guten Zweck. Diese Art, sich auf Fotos zu präsentieren, erleben wir täglich durch unsere Politiker in den Medien. Die Zeitungsseiten sind doch gefüllt von Events, Baumpflanzaktionen und anderen Selbstdarstellungen. Etwas mehr Nonchalance hätte dem Nalbacher Bürgermeister besser gestanden. Monika Lober, Saarwellingen Lehnt die SZ die anderen jetzt auch ab?Zum selben ThemaDa bemühen sich ein paar Leute mit guten Absichten und wollen der Bücherei der Gemeinde Nalbach helfen und werden von der SZ als PR-geile Wahlkämpfer stigmatisiert. Ich hätte gerne mal gewusst, ob eine Juso-Spende (beziehungsweise das gewünschte Foto der Übergabe) auch derart brüskiert worden wäre. Es bleibt abzuwarten, ob die vielfachen Spenden der SPD und CDU in Wahlkampfzeiten nun ebenfalls konsequent abgelehnt werden, wie es die Saarbrücker Zeitung in diesem Fall getan hat. Die Vereine und Organisationen haben sich bisweilen immer über Spenden gefreut. Soll jetzt eine halbjährige Wahlkampf-Spenden-Sperre verhängt werden? Ich bin mehr der Meinung "Tu Gutes und rede darüber", das hilft nicht nur Büchereien und Vereinen, egal ob zur Wahlkampfzeit oder nicht.Und übrigens: Ich hätte gerne davon gelesen, dass es nach den Kommunikationspannen am Ende doch noch zur Übergabe der Bücher gekommen wäre. Henrik Weber, Saarwellingen