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Trainiert wie die Profis: Vier SZ-Leser ziehen Bilanz "Das Projekt war für mich eine super Sache"

Ist Ihnen das Training immer leicht gefallen?Lothar Hektor (Marathonlauf): Die ersten Trainingswochen waren für mich sehr anstrengend. Ganz gleich, in welchem Trainingsbereich gelaufen werden sollte, ich war hinterher meist fix und fertig. Dies wohl deshalb, weil ich in der Vergangenheit zu lasch trainiert hatte

Ist Ihnen das Training immer leicht gefallen?Lothar Hektor (Marathonlauf): Die ersten Trainingswochen waren für mich sehr anstrengend. Ganz gleich, in welchem Trainingsbereich gelaufen werden sollte, ich war hinterher meist fix und fertig. Dies wohl deshalb, weil ich in der Vergangenheit zu lasch trainiert hatte. Nachdem diese Zeit aber überstanden war, ging es immer besser, und der Spaß am Laufen war wieder da.Gab's Höhen und Tiefen?Hektor: Als irgendwann die langen Läufe am Wochenende kamen, brauchte ich leider eine Zeit lang um einzusehen, dass ohne Zufuhr von Kohlenhydraten kein optimales Trainingsergebnis erreicht werden konnte. Als ich dies verstanden hatte, war der Umfang dieser Läufe kein unüberwindbares Problem mehr für mich.Welches Training macht am meisten Spaß?Hektor: Spaß habe ich bei jedem Training gehabt. Vor einem intensiven Intervalltraining hatte ich einen gewissen Respekt. Wenn es dann aber absolviert war, fühlte ich mich sehr gut und eigentlich zufriedener als nach einem Dauerlauf. Würden Sie ein solches Training noch mal machen oder ist es anstrengender als gedacht?Hektor: Nun ist ja die komplette Vorbereitung in die kalte, nasse Jahreszeit gefallen. Es war nicht immer angenehm, wenn man beispielsweise bei Schneetreiben und Temperaturen unter null Grad abends die Schuhe schnüren musste, um dann mit Stirnlampe und warm eingepackt einen langen Lauf zu absolvieren. Auch ist es nicht ganz einfach, ein Intervalltraining unter der Woche auf der Bahn zu absolvieren. Hier muss man erst einmal die entsprechenden Örtlichkeiten finden. Wie sind Sie mit dem Wetter zurechtgekommen?Hektor: Ich kann mir gut vorstellen, dass bei besserem Wetter die Vorbereitung auf einen Herbstmarathon schon leichter fällt und das Training selbst vielleicht mehr Spaß macht. Dies werde ich auch ausprobieren, da ich es nicht beim Marathon in St. Wendel belassen will. Gut vorstellen kann ich mir für dieses Jahr noch die Teilnahme am Marathon in Frankfurt Ende Oktober.Ist es leicht, nach einer Ruhewoche wieder in den normalen Trainingsrhythmus zu kommen?Hektor: Als in meinem Trainingsplan die erste Ruhewoche anstand, dachte ich, dies sei verlorene Zeit, die man besser für intensivere Einheiten nutzen sollte. Heute weiß ich es besser. Brauchen Sie die Ruhewochen überhaupt?Hektor: Nach drei Wochen intensivem Training freue ich mich auf die Ruhewoche. Dabei habe ich auch das Gefühl, dass mir diese Ruhewoche mit einem leichten Training richtig gut tut. Nach der Ruhewoche dauert es dann ein bis zwei Einheiten, um wieder richtig in Tritt zu kommen.Freuen Sie sich auf die ersten Wettkämpfe oder bestehen noch Bedenken?Hektor: Das Training der vergangenen Monate war für mich eine spannende Erfahrung. Das ganze Projekt war für mich eine super Sache, weil mein Wunsch bereits in Erfüllung gegangen ist, den St.-Wendel-Marathon zu schaffen.