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Herz Jesu bleibt auf unbestimmte Zeit zu

Wegen Rissen im Deckengewölbe kann die Herz-Jesu-Kirche in Elversberg derzeit nicht genutzt werden. Foto: Kirchengemeinde
Wegen Rissen im Deckengewölbe kann die Herz-Jesu-Kirche in Elversberg derzeit nicht genutzt werden. Foto: Kirchengemeinde FOTO: Kirchengemeinde
Elversberg. Seit Wochen ist die Kirche Herz Jesu Elversberg geschlossen. Jetzt teilt die Gemeinde mit, dass eine Wiedereröffnung in weite Ferne gerückt ist. Grund: Die Schäden an der Gewölbedecke haben sich als gravierender entpuppt als angenommen. red

Der anfängliche Optimismus hat sich nicht bewahrheitet, bis zum Fronleichnamsfest die Schäden am Deckengewölbe so zu beheben, dass die Gottesdienste wieder in der Herz-Jesu-Kirche gefeiert werden können. Die Begutachtung der Deckenschäden mittels Hubsteiger hat eine Vielzahl von Rissen im Deckengewölbe zu Tage gefördert, die vom Niveau des Bodens bisher nicht einsichtig waren, wie es in einer Pressemitteilung der Gemeinde heißt. Auch einige Rippen haben Schaden genommen und sind angerissen. Da sie tragende und Kraft ableitende Funktion haben, wiegt dieser Schaden schwerer. Damit noch nicht beantwortet ist die Frage nach den Ursachen. Wie der zuständige Architekt und Bauingenieur Mitchell von der bischöflichen Behörde schreibt, zeigen die Messungen der Außenwände keine Schiefstellung und Neigung. Setzungen oder Bewegungen im Untergrund sind als Ursache für die Risse vermutlich auszuschließen. Die Risse haben sich aus dem Zusammenspiel von Lastverlagerungen des Dachtragewerkes und leichten Lageverschiebungen der Mauerkronen gebildet.

Neben der Gewölbesanierung mittels Vernadelung und Lagestabilisierung der Rippen sowie Rissverpressung der Gewölbekappen wird auch eine Ertüchtigungsmaßnahme am Dachtragewerk nötig werden. Die Fachleute erarbeiten ein Sanierungskonzept und ermitteln die Kosten.

Die Sanierung wird in 2015 nicht mehr möglich sein, heißt es weiter. Deshalb bleibt die Herz-Jesu-Kirche zuerst einmal bis Jahresende für die gottesdienstliche Nutzung geschlossen. Die Finanzierung der Maßnahme muss noch geklärt werden. In der Regel teilen sich Bistum und Kirchengemeinde die Gesamtkosten mit dem Schlüssel 60 Prozent Bistum und 40 Prozent Kirchengemeinde. Bei der voraussichtlichen Größe der Maßnahme verbleibt noch ein großer Teil bei der Kirchengemeinde. Die Wiedereröffnung der Kirche werde ein finanzieller Kraftakt, so die Gemeinde. Auf Grund der aktuellen Bausituation der Herz Jesu-Kirche kann der Fronleichnamsgottesdienst am Donnerstag, 4. Juni, nicht wie vorgesehen - und im letzten Kirchenblatt bereits angekündigt - in der Herz-Jesu-Kirche stattfinden. Deshalb wird am Fronleichnamstag um 10 Uhr die Messe vor der Kapelle im Mühlental gefeiert. Von dort wird sich dann die Prozession um 11 Uhr in Bewegung setzen und über die Rohrbacher Straße, Hauptstraße, Pastor-Kollmann-Straße bis Edeka Hoffmann und dann den Butterberg bis zur St. Ludwigskirche führen, wo der feierliche Abschluss mit Te Deum stattfindet. Vor dem Rathaus wird ein Altar errichtet sein. Bei Regen fällt der Freiluftgottesdienst aus.