| 20:28 Uhr

Garten der Sinne für St. Ingbert

Die Gustav-Clauss-Anlage soll verschönert werden. Fotos: Yvonne Handschuher
Die Gustav-Clauss-Anlage soll verschönert werden. Fotos: Yvonne Handschuher
St Ingbert. Die beiden St. Ingberterinnen Mo Fontaine und Christine Ehrnsperger haben Oberbürgermeister Hans Wagner zwei Konzepte bezüglich der St. Ingberter Parkgestaltung, des Elstersteinparks und der Gustav-Clauss-Anlage, vorgestellt. Für die Gustav-Clauss-Anlage stellen sie sich einen Garten der Sinne vor. Auch die Tischtennis-Halle wird mit einbezogen. Yvonne Handschuher

Ein zarter Duft von Wildkräutern weht den Besuchern um die Nase während sie sich einem begehbaren Baum nähern: Soweit die Vision. Die beiden St. Ingberterinnen Mo Fontaine und Christine Ehrnsperger waren zu Gast in der Redaktion und haben berichtet, dass sie Oberbürgermeister Hans Wagner zwei Konzepte bezüglich der St. Ingberter Parkgestaltung, des Elstersteinparks und der Gustav-Clauss-Anlage, vorgestellt haben. Für die Gustav-Clauss-Anlage stellen sie sich einen Garten der Sinne vor. "Wir wünschen uns einen modernen Themenpark, der in sogenannte Garten-,Räume' gegliedert ist, zum Beispiel könnte es einen Duft-, einen Klang- und einen Mondschein-Garten geben, ebenso eine Wildkräuter-Wiese und einen begehbaren Baum", erklärt Künstlerin Mo Fontaine. Auch die Tischtennis-Halle, "deren Bausubstanz als gut gilt", wird in das Konzept der beiden Frauen einbezogen. Geschäftsfrau Ehrnsperger: "Dach und vor allem Außenwände sollen im Sinne eines ,vertikalen' Gartens vollständig begrünt werden, das Innere der Halle als Pflanzen-Tausch-Börse, Café von und für Pflanzen-Paten und Garten-Enthusiasten genutzt werden." Denkbar sei dort auch ein Seminarort für verschiedene VHS-Kurse zum Thema Botanik oder ein zusätzlicher Lernort für Kinder rund ums Pflanzen-Pressen und ums Stecklinge-Vermehren. Ehrnsperger weiter: "Die Lage der Halle innerhalb des Parkareals spräche durchaus dafür, die Räumlichkeiten zu nutzen. Die geplanten Abriss-Kosten der Halle, die sich auf 250 000 Euro belaufen würden, ließen sich, so die beiden weiter, dann beispielsweise für die Anlage neuer Garten-Räume verwenden. Wichtig ist Ehrnsperger und Fontaine: Sie möchten mit ihrer Idee eine bürgernahe Diskussion anstoßen. Fontaine: "Wenn die Abriss-Birne erstmal schwingt, wird es für die Halle und eine eventuelle Botanik-Börse leider zu spät sein."


Den Elsterstein-Park bezeichnet Fontaine als eine "botanische Schatzinsel inmitten einer gewöhnlichen Stadtlandschaft". Die Hanglage der Bepflanzung "mit ihrer romantischen Aura" habe sie auf die Idee gebracht, sich auf dem Schafweiher eine kleine Seebühne vorzustellen, die - durch eine Holzbrücke ergänzt - zu einem Ort werden könnte, auf dem Klassik-Open-Air-Konzerte stattfinden könnten.

Abschließend betonen beide Frauen , dass all ihre Ideen kostengünstig umgesetzt werden könnten und sie sich wünschen, dass die St. Ingberter Bürger in solch einem Park ihre Seele baumeln lassen könnten.

Mo Fontaine und Christine Ehrnsperger (von links) berichten in der Redaktion von ihren Plänen.
Mo Fontaine und Christine Ehrnsperger (von links) berichten in der Redaktion von ihren Plänen.