Lufthansa-Piloten stoppen Streik

Lufthansa-Piloten stoppen Streik

Frankfurt/Main. Nach nur einem Tag wird der Pilotenstreik bei der Lufthansa ausgesetzt. Darauf einigten sich gestern Abend Unternehmen und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) bei einer Verhandlung vor dem Arbeitsgericht Frankfurt. Der Flugverkehr soll bereits heute wieder aufgenommen werden, allerdings ist heute zunächst mit erheblichen Behinderungen zu rechnen

Frankfurt/Main. Nach nur einem Tag wird der Pilotenstreik bei der Lufthansa ausgesetzt. Darauf einigten sich gestern Abend Unternehmen und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) bei einer Verhandlung vor dem Arbeitsgericht Frankfurt. Der Flugverkehr soll bereits heute wieder aufgenommen werden, allerdings ist heute zunächst mit erheblichen Behinderungen zu rechnen. Die Gewerkschaft verpflichtete sich, den Streik bis zum 8. März auszusetzen.

Die Gewerkschaft hatte bei der von der Lufthansa angestrengten Gerichtsverhandlung eine Forderung in Bezug auf die Lufthansa Italia fallen gelassen. Die Lufthansa hätte nach Vorstellungen von Cockpit Millionen zahlen müssen, sobald ein Jet ihrer Tochtergesellschaft von einem Piloten außerhalb des Konzerntarifvertrags geflogen wird. Nun soll ausschließlich über Entgelte und Arbeitsbedingungen der Piloten gesprochen werden. Die Arbeitsrichterin Silke Kohlschitter hatte vorgeschlagen, dass sich die Tarifpartner möglichst schnell und ohne Vorbehalte wieder an den Verhandlungstisch setzen sollten.

Auf den deutschen Flughäfen war gestern zum Wochenbeginn trotz des Streiks das befürchtete Chaos ausgeblieben. Zwar fiel rund die Hälfte der sonst üblichen Flüge aus, doch waren die Reisenden offenbar gut vorbereitet. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main lief nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers "alles sehr geordnet und ruhig". Er ging davon aus, dass dort rund 40 Prozent der 390 Abflüge ausfielen. In München fanden nach Auskunft eines Flughafensprechers nur etwa 40 bis 50 Prozent der Lufthansa-Flüge statt. Die Gewerkschaft hatte die rund 4500 Piloten seit gestern zu einem ursprünglich auf vier Tage angesetzten Streik bei der Lufthansa und der Tochter Germanwings aufgerufen.

Unterdessen konnte die Lufthansa offenbar einen weiteren Arbeitskampf abwenden. Der Konzern will im kommenden Monat Tarifverhandlungen für die rund 16 000 Flugbegleiter bei der größten deutschen Fluggesellschaft aufnehmen, wie ein Sprecher der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (Ufo) sagte. Bei den Verhandlungen soll es um neue Mantel- und Vergütungstarifverträge für das Kabinenpersonal gehen, die am Sonntag auslaufen. Nachdem sich die Lufthansa nach Ufo-Angaben geweigert hatte, Gesprächstermine zu vereinbaren, hatte Ufo mit Warnstreiks gedroht. dpa/ddp

Die Lufthansa-Piloten ließen gestern ihre Flugzeuge am Boden. Heute fliegen sie wieder. Foto: dpa.
Die Lufthansa-Piloten ließen gestern ihre Flugzeuge am Boden. Heute fliegen sie wieder. Foto: dpa.
Die Lufthansa-Piloten ließen gestern ihre Flugzeuge am Boden. Heute fliegen sie wieder. Foto: dpa.
Die Lufthansa-Piloten ließen gestern ihre Flugzeuge am Boden. Heute fliegen sie wieder. Foto: dpa.
Die Lufthansa-Piloten ließen gestern ihre Flugzeuge am Boden. Heute fliegen sie wieder. Foto: dpa.
Die Lufthansa-Piloten ließen gestern ihre Flugzeuge am Boden. Heute fliegen sie wieder. Foto: dpa.
Die Lufthansa-Piloten ließen gestern ihre Flugzeuge am Boden. Heute fliegen sie wieder. Foto: dpa.
Die Lufthansa-Piloten ließen gestern ihre Flugzeuge am Boden. Heute fliegen sie wieder. Foto: dpa.
Die Lufthansa-Piloten ließen gestern ihre Flugzeuge am Boden. Heute fliegen sie wieder. Foto: dpa.
Die Lufthansa-Piloten ließen gestern ihre Flugzeuge am Boden. Heute fliegen sie wieder. Foto: dpa.

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