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Popo-Simulanten
Gut sitzen

Was bitte, liebe Ford-Werke, macht man mit einem Popo-Simulanten? Von Pia Rolfs

Radfahrer könnten vor Neid vom unbequemen, schmalen Sattel fallen, wenn sie nicht so hart gesotten wären. Denn Autositze werden angeblich immer gesünder.


So gibt es bei Ford in Köln sogar einen „Popo-Simulanten“. Das ist nicht etwa ein bezahlter Sündenbock, dem andere Kollegen beim Autobauer ständig in den Hintern treten dürfen und der dann stellvertretend laut aufjault. Nein, dieser Roboter soll dafür sorgen, dass der Autositz sich an den Allerwertesten und den Rücken des künftigen Fahrers perfekt anpasst.

Dazu kommen dann noch Sitzheizung und Massagefunktion, vermutlich auch bald noch Körperfettmessung oder liebevolle und verständige Worte aus den Kopfstützen. Und irgendwann ersetzt der intelligente und sensible Autositz dann ganz selbstverständlich Freunde, Familie, Arzt und Sexualpartner – während das Auto selbst steuert. Aber das ist noch Zukunftsmusik.



Wer sich erholungsbedürftig fühlt, sollte aber sich jetzt schon in den Autositz fallen lassen und die Autotür hinter sich schließen. Denn dort findet er Gesundheit und absolute Entspannung. Er darf nur nicht losfahren.