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Späte Mahlzeiten ruinieren die Figur

Späte Mahlzeiten ruinieren die Figur

Die Zeitpunkte unserer Mahlzeiten wirken sich offensichtlich stark auf unser Gewicht aus. Mehrere Forschergruppen kommen zu dem Ergebnis, dass spätes Essen den Organismus stark belastet und zu Übergewicht führt.

(ml) Beim Menschen wirken sich die Essenszeiten offenbar auf das Gewicht aus. In Spanien wird generell spät zu Mittag gegessen. Eine Studie der Universität Murcia hat gezeigt, dass Menschen, die vor 15 Uhr ihr Mittagessen einnahmen, stärker an Gewicht verloren als Menschen, die nach 15 Uhr zu Mittag aßen. Alle 420 Studienteilnehmer verzehrten die gleichen Mengen und schliefen nachts ähnlich lang. Die spanischen Forscher gehen davon aus, dass der Zeitpunkt der Mahlzeiten einen viel stärken Einfluss auf die inneren Abläufe des Körpers hat als bisher angenommen.

Dass unser Organismus auf die gleiche Mahlzeit abends ganz anders als morgens reagiert, haben Studien an der Universität von Surrey in Großbritannien gezeigt. Essen wir am Abend üppig, steigen die Blutzucker- und Insulinspiegel deutlich stärker an als bei der genau gleichen Mahlzeit am Morgen. Die Wissenschaftler raten dazu, morgens und mittags mehr und abends deutlich weniger zu essen. Zu dem gleichen Ergebnis sind Forscher der Universität von Minnesota, USA, gekommen. Bei nur einer opulenten Mahlzeit täglich wogen die Versuchspersonen, die diese abends eingenommen hatten, schon nach einer Woche durchschnittlich ein Kilogramm mehr als die Teilnehmer, die morgens gegessen hatten. Bei den morgendlichen Essern hatte sich das Körpergewicht nicht verändert.

An der Universität in Pennsylvania , USA, haben Wissenschaftler herausgefunden, dass bei Mäusen eine Störung der inneren Uhr dazu führt, dass die nachtaktiven Tiere auch tagsüber fressen. Die Nahrungsaufnahme verschiebt sich sogar aus der Nacht auf helle Tagesstunden. Die verschobenen Fressphasen schaden dem Stoffwechsel, die Mäuse werden fett.

Zudem wurde nachgewiesen, dass Mäuse, die tagsüber fettreich gefüttert wurden, deutlich stärker an Gewicht zulegen als Mäuse, die nachts die gleiche Nahrung erhielten. Beide Mäusegruppen bewegten sich während der Studie gleich viel.

Wurden Mäuse hingegen in einem achtstündigen Zeitfenster während der Nacht gefüttert, wurden sie nicht übergewichtig und zeigten auch keine Auffälligkeiten im Stoffwechsel. Das galt selbst dann, wenn den Tieren in den Nachtstunden fettreiches Futter ohne Beschränkung zur Verfügung stand.