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Kosmetik am Rande der Medizin

Kosmetik am Rande der Medizin

Da die Inhaltsstoffe von Cosmeceuticals die Hautbarriere überwinden und so in tiefere Hautschichten eindringen können, kommen sie unter anderem bei Fältchen, Unreinheiten und Pickel zum Einsatz.

Bei kosmetischen Hautproblemen setzt Anne Jansen, pharmazeutisch-technische Assistentin in einer Apotheke in Stadtlohn , auf Cosmeceuticals. Diese Hautpflegeprodukte weisen eine hohe Konzentration von Wirkstoffen auf. Die Hautexpertin empfiehlt den Einsatz "vor allem bei Hautproblemen, die tiefere Schichten betreffen". Dazu zählen zum Beispiel Fältchen, Unreinheiten wie Pickel und Mitesser, Verhornungsstörungen, erweiterte Äderchen, Pigmentflecke sowie durch UV-Licht verursachte Hautalterung.

Die Cosmeceuticals - auch als "Kosmetik am Rande der Medizin" bezeichnet - sind in keiner Gesetzgebung klar definiert, unterliegen aber der EU-Kosmetikverordnung. Sie dürfen nicht in die Blutbahn gelangen, und die Hersteller dürfen nicht versprechen, die Produkte könnten Krankheiten heilen oder lindern. Allerdings müssen die Wirkstoffe die Hautbarriere überwinden können. Die Wirksamkeit der Cosmeceuticals soll vom Vitamin C gegen Pigmentflecken und Elastizitätsverlust, vom Vitamin A (Retinol) zur Hauterneuerung und vom Vitamin E zum Zellschutz herrühren. Gegen freie Radikale werden Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Isoflavone und Karotinoide eingesetzt.

"Grundlage und Säuregehalt der Rezeptur müssen genau passen, damit die zugesetzten Wirkstoffe sich einfügen und effektiv sein können", erläutert Anne Jansen. Weil Cosmeceuticals vor allem auf angegriffener Haut angewendet werden, sollten sie mild sein und mit möglichst wenig Zutaten auskommen.