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Kinder-Uni Saarbrücken Magnete

Kinder-Uni : Was hat Magnetismus mit Autofahren zu tun?

Bei der ersten Vorlesung der Kinder-Uni im neuen Semester erklärt euch Professor Nienhaus, wie man mit Magneten etwas bewegen kann.

Magnete kennt jedes Kind, denn sie begegnen uns häufig im Alltag. Eure Eltern haben in der Küche damit vielleicht eines eurer selbstgemalten Bilder am Kühlschrank befestigt. Möglicherweise habt ihr zu Hause auch eine Magnetwand, an der viele bunte Exemplare hängen, oder eine Tasche, die sich durch einen Magneten verschließen lässt. Wie das funktioniert und wozu Magnetismus sonst noch nützlich ist, erklärt euch Professor Matthias Nienhaus bei der ersten Vorlesung der Kinder-Uni im neuen Semester.

Wie Magnete funktionieren, wisst ihr bestimmt schon. Sie haben zwei Seiten, die man Nord- und Südpol nennt. Hält man den Nordpol eines Magneten an den Südpol eines anderen, ziehen sich die beiden an. Hält man zwei gleiche Pole aneinander, stoßen sie sich ab. Aber Magnete ziehen nicht nur andere Magneten an, sondern auch alles, was aus Eisen besteht, zum Beispiel eine Büroklammer oder einen Nagel. Die beiden Gegenstände kleben dann wie von Zauberhand zusammen – ganz ohne Klebstoff.

Manche Magnete sind sogar so stark, dass sie ein Auto anziehen können. Andere, wie diejenigen, die bei euch zu Hause am Kühlschrank hängen, schaffen das zwar nicht. Trotzdem können sie sehr nützlich sein, zum Beispiel um Papier festzuhalten. Denn die Kraft der Magnete wirkt durch nicht-magnetische Stoffe hindurch. Es ist also egal, ob etwa ein Stück Papier oder Plastik dazwischen steckt: Zwei Magnete oder ein Magnet und ein Gegenstand aus Eisen werden auch dann zueinanderfinden, wenn sich ihnen etwas in den Weg stellt. Vorausgesetzt natürlich, der Gegenstand ist nicht allzu dick, sodass die Magnete nicht zu weit voneinander entfernt sind.

In vielen Gegenständen, bei denen ihr es vielleicht nicht auf den ersten Blick vermutet hättet, stecken Magnete. So zum Beispiel in einem Kompass, in einem Telefon oder auch in der Türklingel. Viele solcher Geräte funktionieren nur richtig, weil Magnete ihnen dabei helfen. Die Nadel in einem Kompass wird beispielsweise von einem Magnetfeld in der Erde angezogen und zeigt uns so an, wo die Himmelsrichtung Norden ist.

Auch in der Medizin kann Magnetismus helfen. So haben Wissenschaftler etwa eine Pumpe entwickelt, die das Blut in unserem Körper in Umlauf bringt und somit die Arbeit des Herzens übernehmen kann, wenn dieses es nicht alleine schafft. Viele kranke Patienten können dank des Geräts überleben. Auch diese tolle Erfindung funktioniert mit Magnetismus.

Einer der Forscher, die die Blutpumpe entwickelt haben, ist Professor Nienhaus. Er arbeitet an der Universität des Saarlandes in der sogenannten Antriebstechnik. Das ist eine Wissenschaft, die sich damit beschäftigt, wie verschiedene Dinge in Bewegung gebracht werden können. Dazu gehört zum Beispiel auch ein Auto. Wusstet ihr zum Beispiel, dass sich ein Elektromotor, wie er in gewöhnlichen Autos steckt, Magnete zunutze macht, um das Fahrzeug zum Laufen zu bringen? Und nicht nur das, Elektromotoren stecken auch in ganz vielen anderen Gegenständen, die wir tagtäglich benutzen, zum Beispiel in Waschmaschinen und Rasenmähern.

Wie das funktioniert und was das alles mit Magneten zu tun hat, erklärt euch Professor Nienhaus in seiner Vorlesung am 14. November. Was ihr euch aber jetzt schon einmal merken könnt: Dieser Magnetismus ist im Alltag ganz schön nützlich – und das nicht nur, um eure Kunstwerke am Kühlschrank festzuhalten!

Zur Kinder-Uni, die von der Universität des Saarlandes und der Saarbrücker Zeitung organisiert wird, sind Mädchen und Jungen von acht bis zwölf Jahren eingeladen. Alle vier Vorlesungen finden jeweils mittwochs um 16.15 Uhr im Audimax auf dem Saarbrücker Campus statt. Anmeldungen zur Kinder-Uni sind bis zum 13. Oktober über die Internetseite www.kinderuni.saarland möglich. Auch Schulklassen sind herzlich willkommen.Wie jedes Semester wird auch das SZ-Maskottchen Klecks Klever bei der ersten Vorlesung dabei sein und euch alle begrüßen. Er freut sich schon drauf, mit euch Fotos zu machen.

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