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Kinderuni Saar
Hier sind eure Lauscher gefragt

Professor Matthias Handschick von der Hochschule für Musik in Saarbrücken erklärt euch bei der Kinderuni Saar am 16. Mai alles zum Thema Hören.
Professor Matthias Handschick von der Hochschule für Musik in Saarbrücken erklärt euch bei der Kinderuni Saar am 16. Mai alles zum Thema Hören. FOTO: Iris Maria Maurer
„Alle Ohren auf“, heißt es am 16. Mai im Audimax. Denn dann will Professor Matthias Handschick mit euch herausfinden, ob wir Stille hören können.

Saarbrücken Vielleicht ist euch folgendes schon einmal aufgefallen: Ihr liegt abends im Bett, habt die Augen geschlossen und versucht einzuschlafen. Eigentlich hindert euch auch nichts daran, ihr seid müde und es ist ganz still im Haus. Doch halt! Was piepst und surrt denn da im Ohr? Das nervt ziemlich. Wenn es in solchen Momenten doch bloß einen Schalter gäbe, mit dem wir die Geräusche in unseren Köpfen einfach ausblenden können. Aber wieso hören wir überhaupt trotzdem etwas, wenn es ringsum ganz ruhig ist? Bedeutet das etwa, dass wir sogar Stille hören können?


Fragen über Fragen – die Professor Matthias Handschick bei der Kinderuni Saar am 16. Mai beantworten möchte. Normalerweise bildet er an der Hochschule für Musik in Saarbrücken angehende Lehrer für den Musikunterricht aus. Früher war er auch selbst Musiklehrer am Gymnasium und hat manchmal richtig Krach mit seinen Schülern gemacht, erzählt er. Er habe zum Beispiel Instrumente mit ihnen gespielt, Lieder gesungen oder ihnen die Musik bekannter Komponisten und Künstler vorgestellt – und schon da drehte sich alles ums Hören. „Das Ohr ist eines unserer wichtigsten Sinnesorgane, für manche Menschen ist es sogar das allerwichtigste“, erklärt Matthias Handschick. Wer zum Beispiel blind ist, der muss sich viel stärker auf das, was er hört, konzentrieren und auch verlassen können. Dadurch nimmt er seine Umwelt ganz anders wahr als Menschen, die sehen können.

Ist es nicht interessant, wie viele Wörter es gibt, in denen das „Hören“ vorkommt und wie unterschiedlich ihre Bedeutungen sind? „Zuhören“, „anhören“, „sich verhören“ und „etwas überhören“ sind nur einige davon. Viele von ihnen haben etwas damit zu tun, wie wir uns in bestimmten Situationen mit anderen verhalten. Ein Leben ohne unseren Hörsinn wäre also ganz schön schwierig. Stellt euch das mal vor! Wir könnten weder auf das hören, was unsere Eltern oder Lehrer sagen – wobei das vielleicht gar nicht mal das Schlimmste wäre. Aber auch all die Geräusche in der Natur, etwa das Zwitschern der Vögel, über das wir uns im Frühling so freuen, oder das Heulen des Windes bei einem Sturm, wären stumm für uns. Wir könnten auch nicht mehr die Lieder unserer Lieblingsband anhören, geschweige denn auf ein Konzert von ihr gehen. Und in einigen Situationen kann es sogar richtig gefährlich sein, nichts hören zu können, zum Beispiel im Straßenverkehr.



Nichtdestotrotz ist es manchmal auch ganz schön, wenn es einfach nur still ist, wir von nichts und niemandem abgelenkt werden. Denn dann können wir auch hören, aber auf eine ganz andere Art und Weise. Und zwar in uns hinein. Auf das, was wir denken, fühlen, was wir uns wünschen, aber auch darauf, wovor wir uns fürchten. Da gibt es eine alte Redewendung, die ihr bestimmt alle kennt: auf sein Bauchgefühl hören. Doch was bedeutet das genau?

Zu diesem Thema gibt es also jede Menge zu erkunden. Bei der Kinderuni wird Matthias Handschick viele Fragen rund um das Hören beantworten. Dabei verrät er auch, wie sich unser Hörsinn überhaupt entwickelt hat und was wir alles wahrnehmen, wenn wir die Lauscher aufstellen. Natürlich ist bei seiner Vorlesung eure Hilfe gefragt. Bei den Experimenten, die der Musikprofessor mitbringt, müsst ihr auch mal genauer hinhören. Und wer sich schon immer gefragt hat, ob Fische etwas hören können, der kommt am besten am 16. Mai ins Audimax und lässt sich das genauer von Matthias Handschick erklären.

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