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Notfallsanitäter retten Menschenleben

Berlin. Notfallsanitäter sind oft die Ersten am Unfallort. Wer ein Helfersyndrom ausleben will, ist in dem Beruf verkehrt. Es kommt auf körperliche Fitness und psychische Stabilität an. Das Berufsbild wurde 2014 reformiert. Dpa-Mitarbeitercetin Demirci

Wenn Allan Grech einen Einsatz hat, ist es immer kritisch. Er ist Rettungsassistent im Intensivtransport. Gemeinsam mit einem Kollegen und einem Facharzt fährt er intensivmedizinisch behandelte Patienten von einem Krankenhaus ins andere. Dabei assistiert er dem Arzt, stellt die Transportfähigkeit des Patienten sicher und betreut diesen während der Fahrt. "Wir sind eine rollende Intensivstation", sagt der 37-Jährige. Notfallsanitäter sind nicht zu verwechseln mit Rettungssanitätern.

"Rettungssanitäter ist kein Ausbildungsberuf, sondern eine Qualifikation", sagt Grech, der seit fünf Jahren bei den Maltesern in Berlin arbeitet. Notfallsanitäter assistieren dem Notarzt und sind Vorgesetzte von Rettungssanitätern. Bislang hießen Notfallsanitäter Rettungsassistenten. Seit Januar 2014 wird das Berufsbild neu geregelt: Der Rettungsassistent wird zum Notfallsanitäter.

Notfallsanitäter sind oft die ersten am Unfallort. Sie leisten Herzmassagen, beatmen Patienten oder stillen Blutungen, bis der Arzt eintrifft. Um Menschenleben zu retten, dürfen sie in bestimmten Notfällen auch Aufgaben übernehmen, die sonst einem Arzt vorbehalten sind. Die Kompetenzen waren allerdings rechtlich nicht abgesichert und bundesweit nicht einheitlich geregelt. Nun sind sie in einem bundesweit gültigen Katalog aufgelistet. So dürfen Notfallsanitäter nun Patienten in bestimmten Fällen Schmerzmittel verabreichen. Früher mussten die Rettungsassistenten dafür auf den Notarzt warten.

Die Umsetzung verläuft allerdings nicht ohne Probleme. "Mehrere Bundesländer haben sich erst spät mit der Neuregelung auseinandergesetzt", sagt Marco König. Er ist Vorsitzender des Deutschen Berufsverbandes Rettungsdienst (DBRD). Die Finanzierung und genauen Ausbildungsinhalte seien in vielen Bundesländern noch nicht geklärt. In Nordrhein-Westfalen gab es beispielsweise bislang nur Ergänzungsprüfungen für Rettungsassistenten, sagt er. Bayern bildet ebenfalls noch keine Notfallsanitäter aus. In Niedersachsen werden seit vergangenem Herbst 70 Notfallsanitäter ausgebildet. "2015 werden es deutlich mehr werden", erläutert Kersten Enke, Leiter des Bildungsinstituts Johanniter-Akademie in Hannover.

"Die Ausbildungsvergütung entspricht der Vergütung in der Krankenpflege", erklärt Enke. Die Ausbildung setzt mindestens einen mittleren Bildungsabschluss voraus. Bewerber mit einem Hauptschulabschluss brauchen zusätzlich eine abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung.

Wer nur sein Helfersyndrom befriedigen möchte, ist in dem Beruf fehl am Platz. "Notfallsanitäter müssen körperlich fit und psychisch stabil sein", sagt Grech. Der Umgang mit Tod, Schmerz und Trauer erfordert eine gefestigte Persönlichkeit.


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Auf einen BlickNotfallsanitäter sind Erstversorger oder assistieren bei der ärztlichen Notfall- und Akutversorgung von Patienten . Die Ausbildung dauert drei Jahre. Je nach Tarifvertrag erhalten die Auszubildenden nach Angaben des Bildungsinstituts der Johanniter-Akademie in Hannover zwischen 850 Euro und 1050 Euro brutto monatlich, je nach Lehrjahr und Region. Der spätere Verdienst im öffentlichen Dienst liegt zwischen 2300 und 2500 Euro brutto monatlich. Die Bundesagentur für Arbeit spricht sogar von bis zu 3100 Euro.Weitere Infos gibt es im Internet unter www.bvrd.org , www.bgw-online.de sowie www.verdi.de . hei