Todesfall überschattet Bundesligaspiel im Handball in Berlin

Drama in Berlin : Handball: Todesfall überschattet Bundesligaspiel

Meister SG Flensburg-Handewitt und Pokalsieger THW Kiel dominieren weiter die Handball-Bundesliga. Flensburg gewann am Donnerstagabend vor heimischer Kulisse gegen den Bergischen HC mit 29:23 (13:11) und behauptete mit 24:6 Punkten die Tabellenführung vor den Kielern (22:4), die sich beim HC Erlangen mit 31:27 (14:13) durchsetzten.

Ein Todesfall überschattete das Verfolgerduell zwischen den Füchsen Berlin und der MT Melsungen, das die Hausherren mit 28:22 (15:15) für sich entschieden. Die Partie begann 30 Minuten später, nachdem ein Berliner Fan kurz vor dem geplanten Anpfiff am Eingang der Tribüne C in der Max-Schmeling-Halle schwer stürzte. Notarzt und Rettungssanitäter waren gleich zur Stelle, es kam aber jede Hilfe zu spät. Der Mann verstarb noch vor Ort in der Halle. „Es wurde eine Verlegung diskutiert, aber wir haben dann gesagt: Komm, wir machen das jetzt“, berichtete Berlins Torhüter Silvio Heinevetter. „Das hat uns schon mitgenommen. Wir sind schließlich Menschen und keine Maschinen. Wir hätten uns nicht beschwert, wenn das Spiel abgesagt worden wäre“, sagte Melsungens Michael Allendorf.

Mehr von Saarbrücker Zeitung