| 20:47 Uhr

Freibad-Saison
Nasses Vergnügen für Furchtlose

Antonia Geißler fühlt sich am Dienstagmorgen pudelwohl im mit 23 Grad beheizten Becken des St. Wendeler Freibades. Seit gestern ist das Schwimmbad wieder geöffnet.
Antonia Geißler fühlt sich am Dienstagmorgen pudelwohl im mit 23 Grad beheizten Becken des St. Wendeler Freibades. Seit gestern ist das Schwimmbad wieder geöffnet. FOTO: Frank Faber
St. Wendel. Während die Eisheiligen ihrem Namen noch vollauf gerecht werden, startet die Freibadsaison im Landkreis. Von Frank Faber

Hinaus ins Nass in die neue Freibadsaison. Seit Dienstag ist das Schwimmbad in St. Wendel wieder geöffnet. „Der lange Frost hat den Start etwas verzögert, normal machen wir um den 12. Mai auf“, sagt Betriebsleiter Torsten Knoll. Zehn Wochen Vorbereitungszeit mit Wartungs- und Reinigungsarbeiten hat das Team hinter sich. Gegen 8.30 Uhr zieht der Sauger mit dem passenden Namen Dolphin Wave 300 letzte Bahnen über den Boden des Schwimmerbeckens und entnimmt letzte Sinkstoffe. Knoll vermeldet eine Wassertemperatur von 22,8 Grad, die Außentemperatur liegt bei 15 Grad im Schatten. Jetzt fehlen nur noch die ersten Badegäste. „Die kommen hundertprozentig, weil die Jahreskarten für Hallen- und Freibad gültig sind“, erklärt der Bademeister.


Kurz vor 9 Uhr stehen zehn Frauen an der Kasse und winken Knoll zu. „Pünktlich um diese Zeit kommen wir jetzt jeden Morgen“, kündigt Stammgast Antonia Geißler aus Bliesen in Vorfreude auf die Freiluft-Saison an. Ihre Mitschwimmerinnen kommen aus Oberlinxweiler, Niederlinxweiler und der Kreisstadt. „Alle haben darauf gewartet, dass sie wieder das erste Mal im Freibad schwimmen können“, so die Bliesenerin. Die Damen duschen sich noch kurz ab, ehe sie das Schwimmen im Freien in vollen Zügen genießen. „Ach, ist das schön“, hört man die Badegäste schwärmen. So ein schönes Schwimmbad wie das St. Wendeler gäbe sonst nirgends, wertet die Seniorin Geißler. „Und dazu sind die Bademeister sehr nett“, verteilt sie noch Komplimente. Eine Stunde lang ziehen die Frauen dann entspannt ihre Bahnen. Bei einer günstigen Wetterprognose wird im Freibad, das zwischen der Saison 2014/15 komplett saniert wurde, für Ende Mai mit vielen Besuchern gerechnet. „Da sind alle Prüfungen an den Schulen geschafft und es ist noch keine Ferien- und Urlaubszeit“, erklärt Knoll. Am 28. Mai des Vorjahres ist mit 3000 Gästen die bisherige Bestmarke erreicht worden. „Mehr geht aber dann auch nicht mehr“, meint der Bademeister. Das Freibad in St. Wendel hat bis 16. September täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet.

Im Primstaler Naturfreibad beginnt der Badespaß am kommenden  Freitag, 18. Mai, ab 14 Uhr. Am Eröffnungstag ist der Eintritt frei. Im Naturfreibad stehen für alle Altersgruppen entsprechende Badebereiche zur Verfügung: auf 1050 Quadratmetern Wasserfläche gibt es ein Planschbecken, einen Nichtschwimmer- sowie Schwimmerbereich. Im Unterschied zu herkömmlichen Bädern erfolgt die Reinigung des Wassers nicht durch den Einsatz von Desinfektionsmitteln, heißt es in der Pressemitteilung der betreibenden Gemeinde Nonnweiler. Die Wasseraufbereitung des Naturbades basiert auf rein biologischen Mechanismen und Vorgängen, entsprechend der natürlichen Selbstreinigung unserer Gewässer, teilt die Gemeinde weiter mit. Die Öffnungszeiten: montags bis freitags von 14 bis 20 Uhr; samstags, sonn- und feiertags sowie in den Sommerferien täglich von 10 bis 20 Uhr.



Seit vergangenen Samstag stehen die Seefreibäder und Liegewiesen am Bostalsee den Badegästen zur Verfügung. Nach Angaben der Pressestelle des Landkreises St. Wendel wurden am Eröffnungstag 700 Besucher bei einer Wassertemperatur von 16 Grad gezählt. Am verregneten Sonntag ist der Badespaß buchstäblich ins Wasser gefallen. Je nach Witterung sind die Strandbäder Bosen und Gonnesweiler von 8 bis 22 Uhr geöffnet, zwischen 9 und 21 Uhr baden die Gäste unter Aufsicht.

In Primstal kann ab Freitag wieder ins Wasser gesprungen werden. Ein wenig abgehärtet sollte man dabei schon sein.
In Primstal kann ab Freitag wieder ins Wasser gesprungen werden. Ein wenig abgehärtet sollte man dabei schon sein. FOTO: E. Recktenwald