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Jetzt haben die Wähler das Wort

St Wendel. An diesem Sonntag wird es ernst: Drei Wahlen stehen im St. Wendeler Land an. Auf dem Weg zum Wahllokal lächeln die Kandidaten den Wählern noch einmal von den Plakatwänden zu. Wenige Stunden später wird sich zeigen, wer im Wahlkampf punkten konnte. vf/hgn/evy

Punkt 18 Uhr schließen die Wahllokale im Landkreis, beginnen die Wahlhelfer mit der Auszählung. Die Ergebnisse der einzelnen Kommunen zur Landratswahl laufen in der Kreisverwaltung in St. Wendel ein. Sie werden zeitnah auf eine Leinwand im großen Sitzungssaal des Landratsamtes übertragen. Dort können alle Interessierten den Wahlausgang verfolgen. Ebenso wie die beiden Landrats-Kandidaten Magnus Jung (SPD ) und Udo Recktenwald (CDU ).

Letzterer wird den Wahlsonntag mit seiner Familie verbringen. "Ich habe keine Termine, gehe aber natürlich wählen", so Recktenwald. Wobei der St. Wendeler sogar zwei Stimmen abgeben darf, denn die Kreisstadt wählt ja auch den neuen Bürgermeister. Zum ersten Mal darf übrigens Recktenwalds Tochter, jetzt 18 Jahre alt, ihre Stimmen abgeben.

Gegen 18 Uhr wird Recktenwald in seinem Büro im Landratsamt sein, danach im Sitzungssaal. Die Wahlparty der CDU St. Wendel und des Landkreises steigt am Abend im Kulturzentrum in Alsfassen.

SPD-Bewerber Magnus Jung wird am Sonntag zunächst gemütlich frühstücken, geht dann in Kastel zur Wahl, bevor seine Familie bei seinen Eltern zu Mittag isst. Am Nachmittag wird dann schon einmal gratuliert - dem SPD-Bundestagsabgeordneten Christian Petry, der in Welschbach seinen 50. Geburtstag feiert. Magnus Jung wird am frühen Abend ins Landratsamt kommen, anschließend geht es zu den Wahlpartys der SPD in St. Wendel und Oberthal. "Ich bin dann überall", sagt der Kasteler schmunzelnd.

Der Schlossplatz ist diesen Samstagvormittag heiß umkämpftes Pflaster. Denn beide St. Wendeler Bürgermeisterkandidaten haben angekündigt, hier nochmals die Wahlkampfmaschinerie anzuwerfen. So zieht auch Torsten Lang mit vollem Terminkalender in den Stimmenfang. Der 41-Jährige kündigt für diesen Tag die Landesspitze seiner Partei an. Sie "tagt diesen Samstag im Hotel am Dom." Minister der Regierungsriege wie Anke Rehlinger (Wirtschaft) und Ulrich Commerçon (Kultur) sowie Bundesjustizminister Heiko Maas hätten sich in der Kreisstadt angesagt. "Sie sind mit mir zwischen 11 und 12 am Wahlstand auf dem Schlossplatz", kündigt Lang an. Später will er noch über die Dörfer fahren.

Gleichzeitig will sich auch Peter Klär zu seinen Wahlkampfhelfern an den CDU-Stand begeben, ebenfalls auf dem Schlossplatz ein letztes Mal vor dem Urnengang um Stimmen buhlen. "Am Nachmittag bin ich dann noch bei Vereinen, dann aber als Erster Beigeordneter", sagt Klär.

Den Wahlsonntag selbst wollen beide betont locker angehen. "Ich beginne ihn wie immer mit einem 17-Kilometer-Lauf", sagt der CDU-Kandidat. Anschließend geht's noch am Morgen ins Wahllokal, um am Nachmittag Zeit für die Familie zu haben. Die Stunden vor dem Ergebnis wolle er "entspannt verbringen". Nach dem ganzen Trubel verbringt er den Abend auf der CDU-Party im Alsfasser Kulturzentrum.

Ähnliches schwebt Lang vor, der gelassen mit seiner Frau das Wahlende abwarten will. Zuvor heißt es ausgiebig frühstücken, erst am Nachmittag ins Wahllokal. "Wenn das Wetter mitspielt, wird noch gegrillt." Ob's dann wirklich mit der Gelassenheit geklappt hat - "das fragen Sie mich lieber nachher". Das könnte man während der Party der Sozialdemokraten in der Eventgalerie, Balduinstraße.

Nach 18 Uhr wird es am Sonntag spannend im Sitzungssaal des Oberthaler Rathauses. Dort laufen die Ergebnisse aus den Wahlbezirken ein. Der amtierende Bürgermeister Stephan Rausch , der zugleich Kandidat der CDU ist, wird vor Ort sein, um zu sehen, wie er abgeschnitten hat. 2008 sei der Sitzungssaal gut gefüllt gewesen, erinnert sich Rausch an die letzte Bürgermeisterwahl in Oberthal zurück. Damals gewann er knapp mit 75 Stimmen gegen den damaligen Kandidaten der SPD , Thomas Steinmetz. Dieses Mal tritt Sozialdemokrat Hans Peter Wack zur Wahl an. Auch er würde gerne im Sitzungssaal dabei sein, wenn das Endergebnis bekannt gegeben wird. "Ich muss das kurzfristig entscheiden. Es kommt auf meine Tagesform an", sagt Wack, der noch immer krank geschrieben ist. Bürger, die gespannt sind, auf die Reaktionen der Kandidaten, wenn der Sieger feststeht, sind nach Aussage von Rausch im Rathaus willkommen.

"Im Anschluss wird dann gefeiert", sagt der 52-Jährige. Ganz gleich, wie die Wahl ausgehe. "Denn wir haben gute Leistung erbracht." Die Wahlparty der CDU steigt ab 19 Uhr im Gasthaus Andler in Gronig. Auch die SPD hat eine Party geplant - im Gasthaus Stephan in Steinberg-Deckenhardt. Ob Wack dort mitfeiern wird, ist noch offen. Einen Grund hätte er in jedem Fall: Denn der Sozialdemokrat hat diesen Sonntag Geburtstag. Er wird 51 Jahre alt. Diesen Ehrentag möchte Wack nach eigener Aussage im Kreis der Familie ganz ruhig beim Mittagessen feiern.

Stephan Rausch plant am Sonntagmorgen ins Wahllokal zu gehen. Am Nachmittag ist er Gast beim Fest des Vereins Aktive Senioren. Dieser besteht seit 50 Jahren. "Wenn dann noch etwas Zeit bleibt, möchte ich diese nutzen, um abzuschalten und mit meiner Frau spazieren zu gehen", so der CDU-Kandidat.

Einen Rekord gab es bei der Wahl in Oberthal in Sachen Briefwahl. Bereits am Donnerstagvormittag hatten 970 Wähler ihre Unterlagen abgegeben. Rausch geht davon aus, dass die 1000er-Marke bis diesen Sonntag geknackt wird.