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Bewerbungslisten sind geschlossen

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Zwei Bürgermeisterwahlen und eine Landratswahl stehen im Kreis St. Wendel an. Bis Donnerstag, 18 Uhr, konnten sich Bewerber für die jeweiligen Posten melden. Jetzt entscheiden die Wahlauschüsse über deren Zulassung.

Der Wahlkampf ist bereits seit der Nominierung der Kandidaten durch ihre Parteien eingeläutet. Nun beginnt auch die heiße Phase für die Wahlhelfer. Am 15. März wählen die Bürger im St. Wendeler Land ihren Landrat. Die Oberthaler und St. Wendeler entscheiden zudem darüber, wer künftig im Chefsessel des jeweiligen Rathauses sitzen soll.

In Oberthal lagen zum Stichtermin am Donnerstagabend zwei Bewerbungen um das Amt des Bürgermeisters vor. Der 52-jäh rige Amtsinhaber Stephan Rausch tritt für die CDU an. Die SPD schickt den 50-jährigen Hans-Peter Wack, Ortsvorsteher von Steinberg-Deckenhardt, ins Rennen . Beide Bewerbungen wurden vom Wahlauschuss, der am Freitag getagt hat, abgesegnet. Nach Angaben von Gerlinde Schmitt aus dem Oberthaler Rathaus, sind in der Gemeinde aktuell 5164 Menschen wahlberechtigt. In Oberthal muss zwischen Landrats- und Bürgermeisterwahl unterschieden werden. "Wer bis zum 15. Dezember nicht in Oberthal gewohnt hat, darf den Bürgermeister nicht wählen", erklärt Schmitt. Ist aber jemand nach diesem Stichtag in die Gemeinde gezogen, der davor schon im Landkreis wohnte, so ist er berechtigt, den Landrat zu wählen.

Zwischen zwei Kandidaten können die Bürger bei der Landratswahl entscheiden. Der 52-jährige Amtsinhaber Udo Recktenwald (CDU ) tritt am 15. März an. Für die SPD geht der 43-jährige Landtagsabgeordnete Magnus Jung ins Rennen . Am Donnerstagabend lagen die Bewerbungen der beiden vor. Nach Auskunft von Lukas Kowol von der Pressestelle des Landkreises tagt der Kreiswahlausschuss am Freitag, 16. Januar. Dieser entscheidet endgültig über die Zulassung der Bewerber. Zehn Tage später, am 26. Januar, werden die Kandidaten offiziell bekannt gemacht. Nach derzeitigem Stand sind 75 722 Bürger im St. Wendeler Land wahlberechtigt. Die Briefwahl ist laut Kowol ab 23. Februar möglich.

Während bei der Oberthaler Bürgermeisterwahl sowie bei der Landratswahl nur die beiden großen Parteien ins Rennen gehen, gab es in St. Wendel eine Überraschung. Bis Donnerstagabend lagen der Stadtverwaltung drei Bewerbungen vor: von den Kandidaten der CDU , SPD und AfD. Der 53-jährige Peter Klär, Erster Beigeordneter der Stadt, ist Kandidat der CDU , für die SPD stellt sich Torsten Lang, 41 Jahre und Kämmerer der Stadt Saarbrücken, zur Wahl. Auch Willi Brückmann, Vorsitzender des Kreisverbandes St. Wendel der AfD, reichte seine Unterlagen ein. In seinem Fall mussten neben der Bewerbung zum Stichtag außerdem 117 Unterstützungsunterschriften vorliegen. Nur wenn er diese Zahl erreicht hat, kann er sich der Bürgermeisterwahl am 15. März stellen. Der Wahlauschuss, der über die Zulassung der Kandidaten entscheidet, tagt am Dienstag in St. Wendel . Gegen dessen Entscheidung kann Beschwerde eingelegt werden. Udo Ritter von der Stadtverwaltung geht davon aus, dass die Unterlagen zur Briefwahl in der Faschingswoche vorliegen. Die Zahl der Wahlberechtigten schätzt er auf knapp 21 000.