Solidarität – ein hohes Gut

Gerade mal eine Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent weist die Arbeitsagentur aktuell fürs St. Wendeler Land aus. Im Vergleich mit anderen Regionen ein recht guter Wert. Zeigt es doch, dass die meisten Menschen eine Stelle haben.

Das ist die eine Seite. Denn auf der anderen stehen jene Menschen, die zurzeit auf der Suche nach einem Broterwerb sind. Immerhin 1775 waren im Landkreis zuletzt bei der Bundesbehörde registriert. Diesen Betroffenen fehlt zurzeit eine sichere, eigenständig finanzierte Existenz. Und nicht nur ihnen. Viele, die einen Arbeitsplatz haben, können vom Verdienst nicht leben. Entweder müssen sie sich um einen zweiten oder, schlimmer noch, um einen dritten Job bemühen, um sich über Wasser zu halten. Auch die Armut im Alter nimmt zu, wenn die Rente hinten und vorne nicht mehr zum Leben ausreicht. Belege für die wachsende Zahl Bedürftiger präsentiert die St. Wendeler Tafel, wie wir diese Woche berichteten. Knapp 500 Hauhalte nehmen die Hilfe in Anspruch, an Lebensmittelspenden heranzukommen. Darunter 245 Kinder. Besonders in einer wirtschaftlich starken Region wie der unsrigen haben wir die Pflicht, uns solidarisch mit jenen zu zeigen, die nicht am Wohlstand partizipieren. Das gilt erst recht für Kriegsflüchtlinge . Weitere Opfer werden an diesem Wochenende bei uns erwartet. Solidarität - dieses hohe Gut sollten wir uns uneingeschränkt bewahren.