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Kirche
Der lange Weg zu neuem Glanz der Kirche

Das Gerüst am Turm ist verschwunden. Doch die Arbeiten an der Pfarrkriche in Marpingen gehen weiter.  Archivfoto: B&K
Das Gerüst am Turm ist verschwunden. Doch die Arbeiten an der Pfarrkriche in Marpingen gehen weiter. Archivfoto: B&K FOTO: B&K / Bonenberger/
Marpingen. Für die notwendigen Arbeiten an Maria Himmelfahrt in Marpingen muss die Pfarrgemeinde 300 000 Euro aufbringen. Von red

Der Kirchturmhahn erstrahlt bereits in Gold über der Pfarrei. Doch bis zum Ende der Arbeiten an der Marpinger Pfarrkriche Maria Himmelfahrt dauere es noch etwas, lässt Heribert Schmitt von der Pfarrgemeinschaft Marpingen wissen.


Im Juni 2017 begannen die Arbeiten. 400 000 Euro war die Kostenschätzung. Der Landeskonservator und der bischöfliche Denkmalschützer hatten jedoch noch Auflagen. Altdeutsche Deckung, Wiederherstellung der ursprünglichen Dachgauben, Kupferrinnen und Entwässerungsrohre. Dieser Mehraufwand war noch durch die vorsichtige Kostenschätzung des Architekturbüros Anette Werle, St. Wendel, abgedeckt. Das Architekturbüro Klein aus Merchweiler übernahm den Auftrag. Es kam zur Ausschreibung. Die Kosten waren immer noch aktuell. Nach Aufbau des Gerüstes und in Augenscheinnahme auf gleicher Höhe kamen weitere Missstände zu Tage. Hohe Beschädigungen am Sandstein, an den Fugen im Mauerwerk, wie auch in den einzelnen Fenstern. Weitaus mehr Beschädigungen in den Fenstern, wie von unten angenommen. Die Schalllamellen am Glockenturm, bisher aus Schiefer, sehr desolat, müssen erneuert werden. Allmählich summiertens ich die  Kosten auf 700 000 Euro. Davon übernimmt das Bistum 400 000 Euro, 300 000 Euro muss die Pfarrgemeinde aufbringen.

Aufgrund des aktuellen Baufortschrittes kann es sein, dass noch weitere Kosten anfallen, heißt es. Nach Reinigung des Sandsteins traten weitere Schäden auf. Bistumsarchitekt Robert Mitchel war der Meinung alle erforderlichen Arbeiten müssen durchgeführt werden. Sollte es zu Überschreitungen der Kosten kommen, trage das Bistum den entsprechenden Anteil mit.



Das Giebelkreuz war sehr marode. Es wurde demontiert und von dem Marpinger Bildhauer Egon Dewes rekonstruiert. Das alte Kreuz steht in seiner Werkstatt. Als er kürzlich in seine Werkstatt kam, da lag ein Teil dieses alten Kreuzes auf dem Boden. „Zu unserem Glück ist dies in der Werkstatt passiert und nicht am Giebel der Pfarrkirche“, schreibt dazu Heribert Schmitt.

Die Arbeiten gehen derweil weiter. Das Turmgerüst wurde abgebaut. Die Dachdeckerarbeiten am Kirchenschiff werden jetzt fortgeführt. Auch Putz- und Malerarbeiten stehen noch an. Die Rosette über der Orgel wurde ausgebaut und wird restauriert. Im Außenbereich sind noch die Originalgläser und Bleirouten von 1903 vorhanden. Der Innenbereich wurde nach den Beschädigungen des Zweiten Weltkrieges erneuert. Der Bistumskonservator möchte die Original-Bleirouten erhalten. Eine endgültige Entscheidung soll noch fallen.

Um den Eigenanteil der Baukosten zu stemmen, gab es in der Pfarrgemeinde bereits mehrere Aktionen. Spendenflyer, Jahreskalender, Zuschussanträge und Kollekten. Rund 55 000 Euro  sind bisher zusammengekommen. Das sind knapp 20 Prozent. Die Pfarrgemeinde hoffe auf  weitere Unterstützung.

So marode war einmal das alte Giebelkreuz der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Marpingen.
So marode war einmal das alte Giebelkreuz der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Marpingen. FOTO: Heribert Schmitt