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Spaß am Kicken ist beim Turnerbund St. Johann das Wichtigste

St. Johann. Für Jens Düwel, den Leiter der jungen Fußballabteilung im Turnerbund St. Johann (TBS), ist Jugendfußball in erster Linie ein Spiel. Bei ihm zählt nicht nur einzig und allein der Sport. Diese Philosophie setzt er auch in seiner Abteilung um. Dort spielen 150 Kinder zwischen fünf und 13 Jahren Fußball Von SZ-Mitarbeiter Andreas Lang

St. Johann. Für Jens Düwel, den Leiter der jungen Fußballabteilung im Turnerbund St. Johann (TBS), ist Jugendfußball in erster Linie ein Spiel. Bei ihm zählt nicht nur einzig und allein der Sport. Diese Philosophie setzt er auch in seiner Abteilung um. Dort spielen 150 Kinder zwischen fünf und 13 Jahren Fußball.Konditionbolzen und taktische Zwänge sucht man dort ebenso vergeblich wie den bedingungslosen Zweikampf. "Die Geh-drauf-Mentalität im Training, im Umgang miteinander und im Spiel lehnen wir ab", so Düwel. Dieses Modell hat der Saarländische Fußballverband jetzt ausgezeichnet. Dieter Kurz, Jugendleiter im Kreis Südsaar, überreichte Düwel unter dem Jubel der vielen kleinen Fußballer den Sepp-Herberger-Preis.Die Fußballabteilung des TBS Saarbrücken besteht erst seit vier Jahren und hat sich seitdem erfolgreich entwickelt. Die G- bis D-Jugendmannschaften trainieren fünf Mal in der Woche am Waldhaus. Neun Mannschaften mit insgesamt sieben Trainern nehmen zum Teil sehr erfolgreich am Spielbetrieb teil. Der besonderen Mentalität der TBS-Jugendfußballabteilung müssen sich auch die Eltern unterordnen. Düwel: "In anderen Vereinen sind es ja meist die Eltern, die die Kinder vom Spielfeldrand aus unter Druck setzen. Entscheidend ist die Tatsache, dass wir beim TBS die Kinder und die Freude am Spiel absolut an die erste Stelle unseres Engagements setzen." Er weiß aber auch: Ohne Erfolg geht der Spaß ganz schnell verloren. Wer aber mit Spaß bei der Sache ist, bei dem kommen die Titel am Ende von ganz alleine. Das Konzept kommt offenbar an. Immer mehr Kinder kicken beim TBS. Die junge Abteilung wächst, während etablierte Vereine Spielgemeinschaften bilden müssen, um den Jugendfußballspielbetrieb aufrecht erhalten zu können. Die Abteilung teilt aber auch ein paar Probleme mit den andern Vereinen, die Jugendfußball betreiben. "Wir brauchen noch ein paar Übungsleiter und im Winter fehlen uns Hallenzeiten", berichtet Düwel.Die vorhandenen Jugendspieler des TBS werden in den nächsten Jahren zu A-Jugendlichen heranwachsen. Wer danach bei den Erwachsenen spielen will, muss wohl den Verein wechseln, denn eine Aktivenmannschaft ist beim TBS nicht geplant.Kontakt: Wer beim TBS mitspielen will, erreicht Jens Düwel unter Tel. (01 74) 9 25 44 46.