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Madagaskar
Eine Insel mit vielen Geheimnissen

Auf der Insel Madagaskar im Indischen Ozean, vor dem afrikanischen Kontinent gelegen, hat sich aufgrund der geografischen Lage eine völlig eigenständige Fauna und Flora entwickelt. Diese Kröte kommt nur hier vor.
Auf der Insel Madagaskar im Indischen Ozean, vor dem afrikanischen Kontinent gelegen, hat sich aufgrund der geografischen Lage eine völlig eigenständige Fauna und Flora entwickelt. Diese Kröte kommt nur hier vor. FOTO: Christian Mütterthies
Kirkel. Der passionierte Reisefotograf Christian Mütterthies nimmt am Mittwoch, 20. Juni, die Besucher im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel mit auf die „Terra incognita“ – auf die (fast) unbekannte Insel Madagaskar. Von Jürgen Neumann

Im letzten Vortrag vor der Sommerpause steht mit der Insel Madagaskar, im Indischen Ozean, wieder ein besonderes Reiseziel auf dem Programm der Reihe „Fremde Länder, Kulturen und Menschen“ im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel. Der Multimediavortrag findet am Mittwoch 20. Juni, ab 19 Uhr, im Bildungszentrum Am Tannenwald in Kirkel statt. Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperationsveranstaltung des Bildungszentrums mit der Gemeinde Kirkel und den Freunden des Abenteuermuseums. Der passionierte Hobby- und Reisefotograf Christian Mütterthies nimmt seine Zuschauer im Bildungszentrum der Arbeitskammer mit auf die „Terra incognita“ wie er Madagaskar gern selbst nennt. Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt. Die riesige Fläche allein ist aber nicht der Grund, warum Madagaskar auch als „sechster Kontinent“ bezeichnet wird. Christian Mütterthies: „Es ist die ungeheure Zahl der Tiere und Pflanzen, die nur hier und nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen. Zu den Schätzen Madagaskars gehören dichte Regenwälder und tropische Strände, erhabene Baobabs, kulleräugige Tiere und freundliche Menschen.“ Aber das Naturparadies sei bedroht: Die Armut der Menschen fresse den natürlichen Reichtum der Insel nach und nach auf. Die ehemalige französische Kolonie hat rund 25 Millionen Einwohner.


Seit vielen Jahren zieht es Christian Mütterthies immer wieder auf die tropische Insel mit all ihren Eigenheiten, was Flora, Fauna und Kultur anbelangt. Auf bisher vier Reisen hat er die unterschiedlichsten Regionen kennengelernt. Seine erste Reise führte ihn in den Norden und an die Westküste, wo er einige der bekanntesten Nationalparks und Sehenswürdigkeiten vorfand. So gelangen ihm im Montagne D’Ambre Aufnahmen des bis dahin kaum fotografierten Uroplatus giganteus, (Plattschwanzgecko), dem zweitgrößten Gecko der Welt. Als Höhepunkt der Reise bezeichnet er eine Nacht im Zelt, in unmittelbarere Nähe zu der berühmten Baobab-Allee an der Westküste der Insel, um im nahe gelegenen Kirindy Reservat nach den berühmten Lemuren, Madagaskars endemische Primaten, zu suchen.

Auf seiner zweiten Reise konnte er die gesamte RN7 hinunterfahren und entlang dieser Lemuren beobachten und fotografieren. Von Tana bis Tulear findet man, entlang der bekanntesten Straße Madagaskars, viele populäre und auch weniger bekannte Nationalparks wie Ranomafana, Park Anja, und den Salzsee von Tsimanampetsotsa. Eine weitere Reise war 2015 zum überwiegenden Teil auf die Fotografie und deren Ansprüche ausgerichtet. Eine Expedition im Geländewagen führte ihn in abgelegene Gebiete. Mütterthies: „Der Andringitra Nationalpark im zentralen Hochland stellte sowohl aus logistischer als auch aus fotografischer Sicht eine besondere Herausforderung dar. Gut zwei Stunden muss man auf einer extrem schlechten Sandpiste über Brücken und durch Bachläufe bis hin zum Eingang des Nationalparks fahren.“ Weitere Stationen waren der Ranomafana- und der Mantadia/Andasibe Nationalpark. Abgerundet wird der Vortrag durch die Erlebnisse seiner letzten Reise vor einem Jahr – da war Christian Mütterthies auf Trekkingtour durch das Andringitra Gebirge unterwegs.

Der Eintritt ist frei, Spenden für ein soziales/karitatives Projekt, das die Referenten unterstützen, sind willkommen. Wegen der großen Nachfrage ist eine Anmeldung und Reservierung unter Tel. (0 68 49) 90 90 oder per E-Mail an: info.bzk.arbeitskammer.de notwendig.

Schon vor mehr als 150 Millionen Jahren brach Madagaskar vom afrikanischen Kontinent ab. Isoliert vom Rest der Welt entwickelten sich hier Tierarten, wie diese Lemuren, die man nirgendwo sonst findet.
Schon vor mehr als 150 Millionen Jahren brach Madagaskar vom afrikanischen Kontinent ab. Isoliert vom Rest der Welt entwickelten sich hier Tierarten, wie diese Lemuren, die man nirgendwo sonst findet. FOTO: Christian Mütterthies
Viele Bewohner auf Madagaskar haben einen niedrigen Lebensstandard. Warentransporte per Fahrrad sind Alltag.
Viele Bewohner auf Madagaskar haben einen niedrigen Lebensstandard. Warentransporte per Fahrrad sind Alltag. FOTO: Christian Mütterthies
Die „Baobab-Allee“, eine von gewaltigen jahrhundertealten Affenbrotbäumen gesäumte unbefestigte Straße, gehört zu den Besonderheiten der Insel Madagaskar und ist ein berühmtes Fotomotiv.
Die „Baobab-Allee“, eine von gewaltigen jahrhundertealten Affenbrotbäumen gesäumte unbefestigte Straße, gehört zu den Besonderheiten der Insel Madagaskar und ist ein berühmtes Fotomotiv. FOTO: Christian Mütterthies / unknown