Länder fordern mehr Hochwasser-Versicherungen

Länder fordern mehr Hochwasser-Versicherungen

Nach den Hochwasser-Katastrophen in den vergangenen Jahren fordern die Bundesländer Bürger und Wirtschaft auf, sich stärker gegen Schäden aus Überschwemmungen oder anderen Naturkatastrophen abzusichern. Auf einen entsprechenden Appell zum Abschluss einer Elementarschaden-Versicherung einigten sich die Länder auf ihrem Treffen, teilte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Donnerstag mit. Die Botschaft an die Öffentlichkeit sei, dass es auch eine Eigenverantwortung gebe.

Nach einem einstimmig beschlossenen Vorschlag aus Baden-Württemberg sollen bei der Vergabe staatlicher Soforthilfen bei Unwetterschäden nur noch solche Bürger zum Zuge kommen, die sich zuvor erfolglos um eine Versicherung bemüht haben oder denen ein Versicherungsangebot zu wirtschaftlich unzumutbaren Bedingungen angeboten wurde. "Unbeschadet davon bleiben Härtefallregelungen im Einzelfall", heißt es in dem Beschluss.

Zuletzt gab es in mehreren Ländern Überlegungen über eine verpflichtende Versicherung gegen Elementarschäden. Denn Aufrufe zur Eigenvorsorge hätten bisher nicht geholfen. Nach Angaben der Versicherungswirtschaft haben sich rund 40 Prozent der Hausbesitzer gegen Schäden durch Überschwemmungen und weitere Elementargefahren versichert.

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