Verband kritisiert DGB-Forderungen zum Rentenniveau

Verband kritisiert DGB-Forderungen zum Rentenniveau

(dko) Die gesetzliche Rente ist und bleibt ein Streitthema. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) etwa fordert, das Rentenniveau bei 48 Prozent zu stabilisieren und dann auf etwa 50 Prozent aufzustocken. Das tat der DGB am vergangenen Mittwoch mit seiner bundesweiten Aktion "Rente-muss-reichen" unter anderem am Saarbrücker Hauptbahnhof kund (wir berichteten).

Genau das stößt der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) sauer auf. Sie kritisiert in einer Pressemitteilung die Kampagne und wirft dem DGB vor, "die negativen Folgen für die junge Generation zu verschweigen". Joachim Malter, Hauptgeschäftsführer der VSU, führt in seiner Kritik eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln an, die die demografischen Veränderungen auf die Beitragszahler untersucht.

Demnach würde ein Ehepaar, bei dem nur ein Partner arbeitet, mit zwei Kindern schon beim aktuellen Stand im Jahr 2030 durchschnittlich 1212 Euro weniger in der Haushaltskasse haben, 2040 sogar 2136 Euro. Sollte die Politik das Niveau auf 46 Prozent fixieren, könnten sich diese Zahlen laut Analyse noch mal mehr als verdoppeln. Daher fordert Malter: "Wir brauchen jetzt eine Politik, die den demografischen Wandel abfedert und nicht verstärkt. Daher sollte der DGB den jungen Beitragszahlern ehrlich sagen, was sie ein Rentenniveau von 50 Prozent kosten wird."