Spur der Polit-Affäre in Südkorea reicht bis nach Deutschland

Spur der Polit-Affäre in Südkorea reicht bis nach Deutschland

Die Polit-Affäre um Südkoreas vorläufig entmachtete Präsidentin Park Geun Hye zieht ihre Kreise bis nach Hessen. Bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt laufen Ermittlungen wegen Geldwäsche . Ein Rechtshilfeersuchen aus dem asiatischen Land liege aber bislang nicht vor, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen auf Anfrage.

Nach Berichten südkoreanischer Zeitungen wollen südkoreanische Ermittler die in Deutschland vermutete Tochter von Choi Soon Sil, der langjährigen Vertrauten der Präsidentin und Schlüsselfigur in dem Skandal, ausliefern lassen. Der Staatsanwaltschaft Frankfurt sei derzeit nicht bekannt, wo sich die 20-Jährige aufhalte. Choi Soon Sil soll ihre Beziehungen zu Park genutzt haben, um bei großen südkoreanischen Konzernen Millionenspenden für Stiftungen einzutreiben und sich dabei persönlich zu bereichern. Es geht um fragwürdige Zahlungen von umgerechnet knapp 66 Millionen Euro. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt seit Mai wegen Geldwäsche gegen zwei Südkoreanerinnen sowie einen Deutschen.