Alleinerziehenden-Verband dringt auf Einigung zu Unterhalt

Alleinerziehenden-Verband dringt auf Einigung zu Unterhalt

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter dringt auf eine rasche Einführung des erweiterten Unterhaltsvorschusses. Die Pläne von Familienministerin Manuela Schwesig (SPD ) sind ins Stocken geraten, obwohl sich Bund und Länder bereits auf Grundzüge geeinigt hatten. "Wichtig ist ein frühzeitiger Start", sagte Verbandschefin Solveig Schuster. "Die Reform muss so schnell wie möglich kommen." Die Kommunen befürchten Bürokratie-Chaos und hohe Kosten.

Wenn vom anderen Elternteil keine Unterhaltszahlungen kommen, können Alleinerziehende - fast immer Mütter - bisher maximal sechs Jahre lang vom Unterhaltsvorschuss des Staates profitieren - und das auch nur, bis das Kind 12 Jahre alt wird. Vorgesehen ist, die Begrenzung der Bezugsdauer abzuschaffen und die Altersgrenze auf 18 Jahre anzuheben. Das soll 260 000 Kindern zusätzlich zugutekommen, heißt es vom Ministerium. Bund und Länder konnten sich bisher nicht auf eine Finanzierung einigen.

Der Alleinerziehenden-Verband sieht in dem Entwurf eine deutliche Entlastung für viele Eltern, die keine Unterhaltszahlungen erhalten. Wichtig sei, dass der Anspruch bald gesetzlich verankert werde, auch wenn die tatsächlichen Zahlungen erst später kämen, sagte Schuster.