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Betrugsvorwürfe
Russischer Regisseur bleibt unter Hausarrest

Moskau. Die russischen Behörden haben die Betrugsvorwürfe gegen den unter Hausarrest stehenden Kultregisseur Kirill Serebrennikow bekräftigt und die Schadenssumme fast verdoppelt.

Das Kulturministerium teilte gestern mit, es habe den Betrag von 68 Millionen Rubel auf 133 Millionen Rubel (knapp zwei Millionen Euro) erhöht. Ein Moskauer Gericht verlängerte den Hausarrest für Serebrennikow (seit August) um drei Monate bis 19. April. Serebrennikow ist einer der bekanntesten Theatermacher in Russland. Ihm wird vorgeworfen, mit seiner Produktionsfirma „Siebtes Studio“ im großen Stil Subventionen unterschlagen zu haben. Er beteuert seine Unschuld. Im Gericht sagte er, dem Staat könne kein Schaden entstanden sein, weil es zahlreiche Veranstaltungen mit Tausenden Zuschauern gegeben habe. Kritiker sprechen von politischer Verfolgung.