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Fackel-Wanderung
Lebendigkeit und Spiritualität erlebt

Auf der Baltersweiler Höhe, „Am großen Fuß“ an der Straße der Skulpturen war an Maria Himmelfahrt ein Altar hergerichtet worden.
Auf der Baltersweiler Höhe, „Am großen Fuß“ an der Straße der Skulpturen war an Maria Himmelfahrt ein Altar hergerichtet worden. FOTO: Roland Geiger
St. Wendel. Eine Morgenwanderung mit einem Open-Air-Hochamt war an Maria Himmelfahrt für viele Gläubige ein besonderes, spirituelles Erlebnis. Von red

Mit einer Premiere der besonderen Art hat die Pfarrgemeinde St. Anna gemeinsam mit der Pfarreiengemeinschaft St. Wendel an Maria Himmelfahrt einen spirituellen Akzent gesetzt. Frühmorgens um 5 Uhr waren vier Gruppen in tiefer Dunkelheit mit Fackeln von der St. Annenkirche, der städtischen Basilika, von St. Marien in Urweiler und St. Remigius in Bliesen zur Baltersweiler Höhe gezogen. Zu ihnen gesellten sich Gläubige aus dem nahen Baltersweiler und eine Fahrradgruppe. Fleißige Helfer hatten „Am großen Fuß“ an der Straße der Skulpturen einen Altar mit Kerzen und Holzkreuz aufgebaut – wobei der große Zeh als Altartisch hergerichtet war.


Pastor Klaus Leist begrüßte zunächst die mehr als 60 Anwesenden und feierte alsdann mit ihnen das Hochamt zum Fest Maria Himmelfahrt. „Der Frühnebel, die zum Gebet versammelten Pilger, der gemeinsame Gesang, alles ergab eine ganz besondere Atmosphäre“, weiß Anne Geiger vom Förderverein St. Anna zu berichten. In seiner Predigt fand Pastor Leist „in der Kathedrale der Natur“, wie er den Ort nannte, die passenden Worte zum Festtag, einzelne Besucher sprachen die Fürbitten.

„Die Wandlung war gerade zu Ende, das Vaterunser gesprochen, da lugte die Sonne über den Kesselberg und vertrieb den Rest von Dunkelheit und die Kühle des Morgens“, berichtet Geiger. Nach dem Gottesdienst wurde gemeinsam gefrühstückt: Kranzkuchen, frisches Urweiler Brot und Wurst und Käse aus Südtirol. Mit dem Gedanken, „diese Morgenwanderung im nächsten Jahr zu wiederholen“, wie Geiger berichtet, verabschiedeten sich die Teilnehmer und wanderten in der Morgensonne gen Heimat.