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Fastnacht
Die närrische Vielfalt kannte keine Grenzen

Es Siesje un es Dickerche: Brigitte Scherer und Karl-Otto Drehmer auf der Bühne.
Es Siesje un es Dickerche: Brigitte Scherer und Karl-Otto Drehmer auf der Bühne. FOTO: Jennifer Sick
Niederlinxweiler. In die  Breitweishalle in Niederlinxweiler hatte die Vereinsgemeinschaft Karneval zur Prunksitzung geladen. Von Jennifer Sick

Bunt und ausgelassen ging es am vergangenen Samstag in der Breitweishalle in Niederlinxweiler zu. Dorthin nämlich hatte die Vereinsgemeinschaft Karneval Niederlinxweiler zur Prunksitzung geladen. So vielfältig und farbenfroh wie die verkleideten Gäste war auch das Programm, dass die Vereinsgemeinschaft – bestehend aus Fußballclub und Rotem Kreuz Niederlinxweiler – für die Prunksitzung zusammengestellt hatte. Die Garde eröffnete den
ersten Teil der Veranstaltung.  „Eine
tolle Leistung“, lobte Sitzungspräsident Uwe Schmelzer. Besondere Anerkennung fand die Darbietung, da die Garde völlig neu formatiert hatte.


„Wir hatten vorher Tänzerinnen, die auf viele Jahre gemeinsame Bühnenerfahrung zurückblicken konnten“, berichtet Bernhard
Schmidt, Spatenleiter Kultur beim FC Niederlinxweiler und Vize-Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft Karneval, im SZ-Gespräch. „Von ihnen sind noch zwei in der Gruppe geblieben. Die anderen sind alle neu, kommen aber zum Teil aus der Juniorgarde.“

Weiter ging es mit zwei Faschingsfans, die zum ersten Mal auf der Bühne standen: Die Geschwister Merle und Mattis Schmelzer unterhielten mit „Linxweller Wettersprüchen“ das Publikum. Zu Songs wie „It‘s raining men“ oder „Wann wird‘s mal wieder richtig Sommer“ tanzten die beiden Grundschüler abwechselnd aus einem Wetterhäuschen und gaben Weisheiten preis wie „Werd zuerschd nass der Bauch, oh Graus, is er zu dick unn steht heraus“.



Und das sollte nicht der letzte Auftritt in der Bütt gewesen sein für diesen Abend: Den flotten Sprüchen von Merle und Mattis folgten noch viele weitere Büttenreden, die von den Akteuren der Vereinsgemeinschaft monatelang gemeinsam vorbereitet worden waren. „Wir haben eine Gruppe, die sich regelmäßig trifft, um die Reden auszuarbeiten“, erklärt Bernhard Schmidt. Dazu nutze man einen großen Fundus an Büchern, aber auch die Ideen, die die Mitglieder der Gruppe im Laufe des Jahres haben. „Dabei tauschen wir uns immer aus und oft hat einer einen guten Witz, der nicht ins eigene Programm passt, aber in das eines anderen“, so Schmidt weiter.

Auf diese Weise fanden neben den beiden Geschwistern auch noch Brigitte Scherer und Karl-Otto Drehmer als „Es Siesje un es Dickerche“ sowie Christine Stiefvater als „Frau vom Reisebüro“ auf die Bühne. Ebenso Uwe Schmelzer als „Patient im Krankenhaus“ sowie Holly Spengler mit dem Vortrag „Schönheit ist kein Zufall“.

Zusätzlich zu Büttenreden und Tänzen von Garde und Juniorengarde sorgten außerdem zahlreiche musikalische Beiträge für Stimmung. Dazu gehörten die Kids der Prunksitzung, die als Rotkäppchen und Wölfe über die Bühne wirbelten, die Dancing Divas mit ihrem Tanz „Rocky vs Dancing“ und die Eisköniginnen, die als blau-weiße Ballerinas den Tanz „Schnee und Eis“ performten. Besondere Aufmerksamkeit erregte das Männerballett, das sich ganz dem Thema Wetter gewidmet hatte und seinen Auftritt, der in gelben Regenmänteln begonnen hatte, letzlich
leicht bekleidet mit neonfarbenen Damentops beendete.

Außerdem traten die Sängerinnen Lena und Katharina Feikert, die Bäcker Sänger sowie die Showgruppe „N8 Club“ mit „Donw left because he“.