Insektenhotel im Garten der Begegnung in Gronig

Projekt : Insektenhotel bereichert Garten der Begegnung

2016 hatten Vertreter des Ortsrates und die Groniger Bürger die Idee, einen Garten der Begegnung neben dem Dorfgemeinschaftshaus zu errichten (wir berichteten). „Seitdem ist viel passiert“, sagt Ortsvorsteher Toni Schäfer und erklärt: „Kindergarten und Grundschule haben im Frühjahr mit dem Obst- und Gartenbauverein Gronig Kartoffeln gesetzt, Anfang September eine reiche Ernte eingefahren und mit einem Kartoffelfest gefeiert.“ Der Garten diene auch als Blühfläche mit einem vielfältigen Lebensraum für Bienen und andere Insekten.

Möglich wurde das durch die Bezuschussung des saarländischen Umweltministeriums aus dem Förderprogramm „Dem Saarland blüht was“. „Wir wollen gemeinsam mit den örtlichen Vereinen einen Blüh- und Nutzgarten in der Dorfmitte schaffen, einen Garten der Begegnung der Generationen“, kündigt Schäfer an. Die Blumen und Kräuter hätten in diesem Sommer ideale Bedingungen zum Wachsen und Blühen gehabt. So habe man beschlossen, hier auch ein Insektenhotel zu bauen.

„Die Bliestalschule, Förderschule für Lernen und sonderpädagogisches Förderzentrum des Landkreises St. Wendel hat ihren Standort nur wenige hundert Meter Luftlinie weiter vom Garten der Begegnung entfernt. Und so baute deren Prüfungsklasse – als Teil ihrer Abschlussprüfung – in einer Gemeinschaftsarbeit mit ihrem Arbeitslehrer, Peter Engel, ein XXL-Insektenhotel“, berichtet der Groniger Ortsvorsteher.

Dieses haben die jungen Handwerker inzwischen im Garten der Begegnung aufgestellt, damit die Insekten im Frühjahr, wenn es wieder warm wird, sogleich eine Brutgelegenheit finden. Unter der tatkräftigen Mithilfe der Ortsratsmitglieder Kurt Nofts, Bernd Stephan (gleichzeitig auch Naturschutzbeauftragter von Gronig) und dem benachbarten Imker Manfred Kasper sowie Ortsvorsteher Toni Schäfer bauten die jungen Leute fachmännisch erst den Rahmen und dann die fertig gezimmerten Brut-Kästchen an Ort und Stelle zusammen. „Sie versprachen im kommenden Jahr im Sommer nachzuschauen, wie viele Brutgelegenheiten besetzt sind. Vielleicht sind dann auch schon die Beeren im Garten der Begegnung reif“, hofft der Ortsvorsteher.

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