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Die Uhr tickt: 72 Stunden haben begonnen

Hunderte Jugendliche verbreiteten gestern Nachmittag auf dem St. Wendeler Schlossplatz Partylaune. Sie warteten auf ihre Aufgabe, die sie innerhalb der nächsten 72 Stunden auf die Beine stellen sollen. Von SZ-Redakteurin Melanie Mai

St. Wendel. Gestern kurz nach 16 Uhr auf dem Schlossplatz. Während die Rockband Go Go space Munkeys einheizt, kommen immer mehr Jugendliche vor die Bühne - in einheitlichen orangenen, weißen oder blauen T-Shirts. Und darauf steht ihre Mission geschrieben: "Uns schickt der Himmel." So lautet das Motto der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, an dem sich auch neun Gruppen und mehr als 200 Jugendliche aus dem Landkreis St. Wendel beteiligen. Nachdem sie um 17.07 Uhr ihre bis dahin geheime Aufgabe erfahren haben, müssen sie ihr Projekt innerhalb von 72 Stunden, also bis Sonntag, erledigt haben. "Das sind Projekte, für die weder Geld da ist noch Menschen, die sich darum kümmern", sagt dazu Pastoralreferent Thomas Röder. Gegen 16.40 Uhr gleicht der Schlossplatz einer großen Party. Die Jungs und Mädels tanzen, singen, lachen und trinken die alkoholfreien Cocktails, die die Messdiener aus Kastel mixen. Sie versuchen sich an einer Laola-Welle, machen eine Polonaise.Landrat Udo Recktenwald wird regelrecht angesteckt von der guten Laune. Er lobt die "hervorragende Aktion": "Sie räumt mit dem Vorurteil auf, dass unsere Jugend sich nicht ehrenamtlich engagiert." Außerdem baue sie auf christliche Werte und ziele darauf ab, gemeinsam etwas zu erreichen. Nach der Aktion, so verspricht er, geht die Party weiter: Dann lädt er die Gruppen ins Landratsamt ein.


17.06 Uhr: Die Jugendlichen und die Offiziellen zählen den Countdown von 30 an rückwärts. Und dann großer Jubel - und Spannung. Gleich werden sie erfahren, was sie zu tun haben. Die Aufgaben sind vielfältig. Sie reichen von dem Anlegen eines Bouleplatzes bis zur Organisation eines Begegnungsfestes. Die Party ist bald zu Ende - jetzt geht's an die Arbeit.