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Autorenlexikon wird in St. Ingbert vorgestellt

St. Ingbert. Der Literaturwissenschaftler Reiner Marx hat als Sonderheft 2008 der "Saarpfalz. Blätter für Geschichte und Volkskunde" ein "Saarpfälzische Autorenlexikon" erarbeitet

St. Ingbert. Der Literaturwissenschaftler Reiner Marx hat als Sonderheft 2008 der "Saarpfalz. Blätter für Geschichte und Volkskunde" ein "Saarpfälzische Autorenlexikon" erarbeitet. Das Lexikon versteht sich als Vorarbeit für eine Literaturgeschichte der Region und stellt den ersten Versuch einer systematischen Erfassung der wichtigsten saarpfälzischen Schriftsteller vom Humanismus bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts dar. Auftraggeber ist das Amt für Heimat- und Denkmalpflege des Saarpfalz-Kreises. Bei seinen Recherchen entdeckte der Verfasser die Vielfalt und Qualität einer Literatur, die weitgehend unbekannt ist. Als Ergebnis liegt nun ein alphabetisch angelegtes, über 200 Seiten starkes Lexikon vor, das rund 80 Autoren erfasst, die einen eindeutigen lebens- und/oder werkgeschichtlichen Bezug zur Region haben. Einschlägige LeseprobeDie einzelnen Artikel beinhalten eine Skizze über Leben und Werk der Schriftsteller, bibliografische Angaben zu den Werken und zur Forschungsliteratur und eine einschlägige Leseprobe, die für die Schreibweise des jeweiligen Autors repräsentativ ist. Das Lexikon eignet sich sowohl als wissenschaftliches Nachschlagewerk als auch als Lesebuch zum Blättern und Stöbern. Der Verfasser, Reiner Marx, ist am morgigen Donnerstag, 7. Mai, um 20 Uhr in der Buchhandlung Friedrich (Rickertstraße 2) in St. Ingbert zu Gast, um das Lexikon im Rahmen einer Buchvorstellung zu präsentieren. Er wird dabei seinen Aufbau erläutern; im Mittelpunkt stehen dabei neben den "großen" St. Ingberter Schriftstellern (Woll, Stief und Uhl) auch Autoren wie der Blieskasteler Ludwig Scharf, einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyriker um 1900, der in der Münchner Bohème-Szene lebte und schrieb. Veranstalter sind die Katholische Erwachsenenbildung Saarpfalz und die Buchhandlung Friedrich und das Amt für Heimat- und Denkmalpflege des Saarpfalz-Kreises. red