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MV Hochscheid-Reichenbrunn
Nur das Wetter spielte wieder nicht mit

Die 35. Auflage des Frühlingsfestes des Musikvereins Hochscheid-Reichenbrunn im Hirschental litt erneut unter dem schlechten Wetter.
Die 35. Auflage des Frühlingsfestes des Musikvereins Hochscheid-Reichenbrunn im Hirschental litt erneut unter dem schlechten Wetter. FOTO: Jörg Martin
Von Jörg Martin. Zu seinem alljährlichen Frühlingsfest hatte der Musikverein Hochscheid-Reichenbrunn am Vatertag ins Hirschental eingeladen.

Das Wetter und das alljährliche Frühlingsfest des Musikvereins Hochscheid-Reichenbrunn, welches an Vatertag und am Vorabend von Christi Himmelfahrt stattfindet, sind zwei Dinge, die nicht immer harmonieren. Auch am vergangenen Donnerstag bewahrheitete sich das, was manche der Oberwürzbacher und der Organisatoren schon im Vorfeld befürchtet hatten. Das Hirschental, eine Lichtung im Wald vor dem St. Ingberter Stadtbezirk nahe der Landstraße, blieb bis zum Nachmittag nahezu verwaist. Regen und somit eine nasse Wiese machten einen Strich durch die Rechnung. Der Feldgottesdienst mit Pfarrer Raymond Rambaud am Vormittag fand unter kleinen Zelten und Pavillons sowie mit Starkregen statt. Die Gastgeber umrahmten die Messe selbst. „Wenn man im Wald feiert, ist das so“, meinte Markus Noll am späten Nachmittag gegenüber unserer Zeitung. Für den Vorsitzenden des Musikvereins Hochscheid-Reichenbrunn sind solche Wetterkapriolen nichts Ungewöhnliches. Das hat man in der Vergangenheit schon desöfteren erlebt. „Eigentlich hatten wir die letzten beiden Male Glück gehabt“, gab Noll zu bedenken. Und in 35 Jahren, in denen das Traditionsfest im Hirschental veranstaltet wird, gehöre eben auch mal mieses Wetter dazu.


Noll musste wegen des Regenwetters die Notbremse auch spontan beim Programm ziehen. Umrahmte der Musikverein Rohrbach noch den Frühschoppen, musste man dem Orchester aus Bischmisheim absagen. „Die waren eigentlich für den Nachmittag geplant. Wenn aber nur ein paar Leute da sind, macht das keinen Sinn“, begründete der Vereins-Chef die Entscheidung. Dafür war die traditionelle Erbsensuppe wieder der Renner. Wehrmutstropfen: Die Gäste kamen, kauften die Suppe und nahmen sie mit nach Hause. „Das hat es früher nicht gegeben“, zeigte sich Markus Noll verwundert. Es war eben nicht so gemütlich zu diesem Zeitpunkt im Hirschental. Ab 13.30 Uhr schien Wettergott Petrus ein wenig Einsehen zu haben und beendete immerhin die Regenschauer. Es blieb zwar frisch und bewölkt, dafür kamen immerhin nach und nach die Gäste.

Einige Väter, die auf Wandertour waren, kamen aber doch nach und nach am Nachmittag vorbei. Die vergnügten sich am Bierstand mit Würfel- oder Knobelspielen und hatten trotz des unerfreulichen Wetters ihren Spaß. Auch die Kinder spielten im nahen Wald oder am Hang. Dafür hatten die späten Besucher sowohl in Sachen Speisen als auch hinsichtlich der Kuchen noch richtig viel Auswahl. Erfreulicher Nebeneffekt für die Vereinskartei: Pfarrer Rambaud wurde an diesem Tag Mitglied bei den Hochscheid-Reichenbrunnern. Als nächstes steht beim Musikverein Hochscheid-Reichenbrunn die Fahrt zum Kloster Andechs auf dem Programm. Die Saarländer besuchen am 09. und 10. Juni nicht nur die Sehenswürdigkeit und die nahe bayrische Landeshauptstadt. Sie spielen dort bereits zum vierten Mal zum Frühschoppen.