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Die Messe mit „dem besonderen Flair“

Gut besucht war die Ingobertus-Messe bereits im vergangenen Jahr, hier ein Blick in die Stadthalle. Foto: Cornelia Jung
Gut besucht war die Ingobertus-Messe bereits im vergangenen Jahr, hier ein Blick in die Stadthalle. Foto: Cornelia Jung FOTO: Cornelia Jung
St Ingbert. Traditionell am ersten Oktoberwochenende eröffnet die Ingobertus-Messe wieder ihre Pforten. Mit einer Vielfalt an Themen und vielen regionalen Ausstellern. Diesmal neu: Mit Beginn der Messe soll es ein offenes W-Lan im Innenstadtbereich von St. Ingbert geben. Michael Aubert

Angefangen hat alles mit der Leistungsschau der Kaufmannschaft in St. Ingbert . Heute, 38 Jahre später, ist die Ingobertus-Messe (1. bis 3. Oktober), die in diesem Jahr aufgrund des Feiertags am Montag erstmals am Samstag ihre Tore öffnet, wohl Saarlands größte Verbrauchermesse - zumindest seit dem Aus der Messe in Saarbrücken. Ganz unabhängig davon "war sie in den vergangenen Jahren immer ausgebucht und ist immer weiter gewachsen", sagt Messeleiter Jörg Benz, der auch in diesem Jahr wieder mit rund 40 000 bis 50 000 Besuchern rechnet.



Zahlen, die den Veranstaltern Recht geben, am Konzept, wie Jörg Benz sagt, nichts zu ändern. Im Gegenteil: Durch den Wegfall der Saarmesse und der "Welt der Familie" in Saarbrücken würden zunehmend auch überregionale Anbieter Interesse an der St. Ingberter Messe zeigen. Rund 200 Aussteller bieten auf mehr als 15 000 Quadratmetern eine Vielfalt an Themen an: Von Renovieren und Bauen, Energie- und Solartechnik, Haushaltsgeräte, Autos, Versicherungen, Finanzen, Freizeit, Touristik, Musik, Gesundheit, Wellness, Kosmetik, Schmuck und kulinarischen Spezialitäten.

Doch "der große Teil der Aussteller ist immer noch aus der Region", erklärt Benz. Wie beispielsweise der Biosphärenmarkt, "der die Messe immer bereichert hat". Es gebe aber auch Aussteller aus den Grenzregionen und angrenzenden Ländern wie aus Belgien oder Österreich, die um das Rathaus, die Stadthalle, die Ingobertushalle und zwei großen Ausstellerzelten präsentieren, erklärte Benz gestern. Neu ist aber die geplante Modenschau. Alles mitten im Herzen von St. Ingbert .

"Es ist natürlich nicht die IAA", sagt Nico Ganster, Vorsitzender Handel und Gewerbe in St. Ingbert . "Trotzdem hat sie Qualität". Doch wer auf eine Ausstellung in die Innenstadt von St. Ingbert fährt, erwartet keine Messe, die sich mit der Internationalen Autoaustellung messen will. Aber wer sich ein neues Auto kaufen will, hat die Möglichkeit die neuesten Modelle von 20 Fabrikaten vergleichen.

Der bunte Mix und die Vielfalt zeichnen die Ingobertusmesse aus "und dieser ganz besondere Flair", sagt Ganster, "alles spielt sich hier rund um das Rathaus ab. Das ist einzigartig." Der regionale Charakter, der die Ingobertus-Messe schon immer prägte, bleibt also erhalten. Der Blick in die Welt soll über andere Kanäle ermöglicht werden: Mit Beginn der Ausstellung wird es im Innenstadtbereich von St. Ingbert ein offenes W-Lan geben, kündigten Ganster und Benz an.

Handel&Gewerbe-Vorsitzender Nico Ganster (links) und OB Hans Wagner vergangenes Jahr im Autozelt, einem der Hotspots der Messe. Foto: Jörg Jacobi
Handel&Gewerbe-Vorsitzender Nico Ganster (links) und OB Hans Wagner vergangenes Jahr im Autozelt, einem der Hotspots der Messe. Foto: Jörg Jacobi FOTO: Jörg Jacobi