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Event-Samstag
Bunte Vielfalt in der Fußgängerzone

Rapper Manu Meta „rockte“ beim Eventsamstag besonders die jungen Besucher mit seinen eigenen Songs.
Rapper Manu Meta „rockte“ beim Eventsamstag besonders die jungen Besucher mit seinen eigenen Songs. FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. Bei strahlendem Frühlingswetter lockte der erste Outdoor-Eventsamstag zahlreiche Besucher in die St. Ingberter Innenstadt.

Der erste Eventsamstag des Stadtmarketings im Freien für dieses Jahr hätte es mit dem Wetter nicht besser treffen können. Am Samstag standen die Stühle der Restaurants und Cafés vor deren Türen und die Besucher waren sozusagen alle Live-Gäste der Veranstaltung. Die meisten schauten dem Treiben mit Genugtuung zu, als wäre dies der Auftakt für noch viele Sonnenstunden, auf die sich die St. Ingberter in diesem Jahr freuen können. Zu Beginn wurde mit der Hip-Hop-Tanzgruppe der DJK Sportgemeinschaft und einer Zumba Tanzgruppe von „smile x“ der Frühjahrsmüdigkeit der Kampf angesagt. Die Füße und Beine der Zuschauer im Rund gingen automatisch mit. Doch da ging noch mehr. Der Rapper Manu Meta machte schon beim Sound-Check auf sich aufmerksam und bezog die Umstehenden in seine Performance ein, die das Angebot quer durch alle Altersgruppen dankbar annahmen. Doch nicht jedes Ohr war offen für diese Art Musik. „Der Frühling wird bunt“, hieß das Motto dieses Event-Samstags und manche werden dem „und laut“ hinzugefügt haben. „Solche Musik geht nicht leise“, sagte Wirtschaftsförderer Thomas Debrand, der den Rhythmus schnell verinnerlichte.


Wie er sagte, sei die Wahl auf Manu Meta gefallen, weil er gute Musik macht, seine Texte selbst schreibt und er einfach „ein symphatischer Typ“ ist. Wer sich auf die Musik einließ und nicht schon vorher Fan war, fand schnell Gefallen an den Botschaften. „So langsam wird St. Ingbert zur Hip-Hop-Festival-Hochburg“, sagte der Musiker angesichts der kleinen Rap-Gemeinde, die in Sichtweite der Alten Kirche mit den Rhythmen mitging und die typische Auf- und-Ab-Bewegung der Hand schon ziemlich gut drauf hatte. „Ich brech dir das Tanzbein“, hieß es in einer Textzeile, und Manu Meta deutete bei einer Zuhörerin einen Tritt vors Schienbein an. Aber wenn man diese Sequenz einem nicht übelnehmen konnte, dann war es Manu Meta. „Es gibt nichts Gutes außer man tut es“, so ein von ihm in die Runde geworfenes Erich Kästner-Zitat, und man nahm ihm sofort ab, dass er der „Gute“ unter den Rappern ist. „Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden“ mochte man dann mit Wilhelm Busch am liebsten den (wenigen) in oder vor den Lokalen entgegnen, die nur das Laute hörten, weil sie sich nicht die Mühe machten, die Texte zu verstehen, und denen es dann stellenweise etwas „zu bunt“ wurde. „Dabei ist die Bergkapelle ja auch nicht leise, wenn sie hier spielt“, sagte eine Passantin und verwies damit auf die Blasmusiktradition in der Stadt. Bei dieser hätte eben die ältere Generation ihre Freude und man solle dies auch den Jungen zugestehen.

Jedenfalls fand die Gruppe um den Rapper dessen Act und Moves „total cool“. Zum Schluss gab es zur Musik von „We will rock you“ noch einen gerappten Klassiker zum Mitmachen. „Ihr habt uns gerockt, aber wir rappen euch“, so Manu Meta zum Abschied. Nebenan versuchten sich derweil Kinder bei Caros Inline-Academie am Slalom-Parcours, gegenüber konnten an einer großen Leinwand entlang eines extra aufgestellten Bauzauns Graffitis gesprüht werden, was vor allem die Jüngsten ausgiebig nutzten.

Und wem das noch nicht bunt genug war, konnte sich an einem Stand beim Kinderschminken auch selbst beispielsweise in einen bunten Schmetterling verwandeln. Ein buntes Programm bot auch das (proppevolle) Kreativcafé „Grüne Neune“ bei seiner Eröffnung mit Zauberern, Musik und Basteleien, und das Juz zeigte jungen Kreativen, wie Siebdruck geht. Es gab alkoholfreie (farbenfrohe) Cocktails und einen Stand mit orientalischen Leckereien. Denn die Fußgängerzone wurde bei diesem Event-Samstag nicht nur durch Malfarben bunt, sondern vor allem durch die gebotene Programm-Vielfalt.

Das Angebot, mal selbst Graffitis zu sprühen, kam bei Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Eventsamstages „Der Frühling wird bunt“ in der St. Ingberter Fußgängerzone sehr gut an.
Das Angebot, mal selbst Graffitis zu sprühen, kam bei Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Eventsamstages „Der Frühling wird bunt“ in der St. Ingberter Fußgängerzone sehr gut an. FOTO: Cornelia Jung