| 21:19 Uhr

Klima, Ryanair, Trump
Presseschau

Zum Klimagipfel in Paris heißt es in der Zeitung „De Telegraaf“ aus Amsterdam:

Die Welt organisiert sich in raschem Tempo ohne Donald Trump. Die Unberechenbarkeit des solistisch eingestellten Präsidenten zwingt sie dazu. Das jüngste Beispiel ist die Klimakonferenz in Paris, bei der Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sich auffällig zum internationalen Verteidiger der Umwelt krönte. Macron gab sich fast keinerlei Mühe zu verschleiern, dass das Treffen ein Angriff auf seinen US-Amtskollegen ist. Sein Slogan „Make Our Planet Great Again“ ist ein Hieb unter der Gürtellinie auf Trumps Wahlkampfmotto „Make America Great Again“.  (...) Die große Frage ist, ob der amerikanische Präsident sich von den Bemühungen Macrons und anderer Weltpolitiker beeindrucken lässt. Er scheint jedenfalls mehr von Konflikten als von Kompromissen zu halten.


Die Berliner Zeitung „Die Welt“ schreibt zum selben Thema:



Ist Macron ein Öko-Opportunist? Es ist unfair, seine Ernsthaftigkeit in Zweifel zu stellen. Oft sind die spät Bekehrten die eifrigsten Prediger. Sicher ist, dass der junge französische Präsident in eine Machtlücke gesprungen ist, die niemand anderer besetzen will und kann. Frankreich hat wieder Leadership, wie die Franzosen das auf gut Neufranzösisch nennen: Macron setzt Themen, will Interpretationshoheit und den Spielmeister geben. Anders als die Neuerfindung der EU ist der Kampf gegen den Klimawandel ein Thema, das weltweit trägt.

Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ befasst sich mit der Streikdrohung beim Billigflieger  Ryanair:

Streiks werden Ryanair richtig wehtun – nicht nur wegen der Flugausfälle. Denn sie kratzen auch gewaltig am Image. Der irische Billigflieger wirbt mit dem hohen Maß an Pünktlichkeit seiner Maschinen. Und erst wenn es richtig wehtut, wird Konzernchef O‘Leary an den Verhandlungstisch kommen. Der Manager hat sich bislang damit gebrüstet, dass er seine Piloten unter Kontrolle hat und dass es bei Ryanair keine Arbeitnehmervertretungen und keinen gewerkschaftlichen Einfluss gibt. Die Zeiten sind vorbei.

Über die Raumfahrtpläne von US-Präsident Donald Trump meint „Der Standard“ aus Wien:

Der Ausbau der bemannten Raumfahrt der Nasa droht auf Kosten von Erdbeobachtungsmissionen zu gehen, die wichtige Daten für Klimaforschung, Katastrophenschutz und Wirtschaft liefern. Diese Programme lassen sich weniger gut verkaufen, aber ihre Relevanz ist für uns Erdenbewohner enorm. Ein Verzicht darauf zugunsten von Mond- und Marslandungen wäre fatal.