Kommentar: Ändern um zu ändern

Kommentar : Ändern um zu ändern

Es ist lächerlich, wie verbissen US-Präsident Trump versucht, alles zu ändern, was sein Vorgänger zu verantworten hatte. Die Berufung von Powell an die Spitze an der US-Notenbank ist ein Beleg dafür. Jeder werde sehr beeindruckt von der Entscheidung sein, hatte Trump noch vor wenigen Tagen getwittert. Es werde jemand sein, der einen „fantastischen Job“ machen werde.

Dabei steht Powell für Kontinuität in der amerikanischen Geldpolitik. Dass Yellen für das Amt nicht mehr in Frage kam, stand allerdings schon länger fest. Nicht nur, weil sie in der Ära Obama begonnen hatte, sondern weil sie es auch gewagt hatte, in ungewöhnlich scharfer Form die Politik des Präsidenten zu kritisieren. Ein unverzeihlicher Schlag für Trumps Ego.