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Schweinegrippe ist zurück: Zwei Todesopfer in Göttingen

Schweinegrippe ist zurück: Zwei Todesopfer in Göttingen

Göttingen/Saarbrücken. Die anrollende saisonale Grippe-Welle bringt die Schweinegrippe zurück: In Göttingen starben eine Dreijährige und ein 51-jähriger Mann an Influenza-Erkrankungen, wie das Gesundheitsministerium in Hannover gestern mitteilte. Bei beiden wurde der Schweinegrippe-Erreger A/H1N1 nachgewiesen. Das Mädchen war bereits am 28

Göttingen/Saarbrücken. Die anrollende saisonale Grippe-Welle bringt die Schweinegrippe zurück: In Göttingen starben eine Dreijährige und ein 51-jähriger Mann an Influenza-Erkrankungen, wie das Gesundheitsministerium in Hannover gestern mitteilte. Bei beiden wurde der Schweinegrippe-Erreger A/H1N1 nachgewiesen. Das Mädchen war bereits am 28. Dezember in der Göttinger Uniklinik gestorben, seine ebenfalls erkrankten Geschwister wurden inzwischen nach Hause entlassen. Der 51-Jährige, der mehrere Vorerkrankungen hatte, starb gestern in derselben Klinik. Einen Zusammenhang zwischen den Fällen gebe es nicht, sagte ein Sprecher der Stadt Göttingen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums werden in Niedersachsen seit Ende Dezember zunehmend Influenza-Viren nachgewiesen. Die Mehrzahl der Patienten trägt nach Angaben des Landesgesundheitsamts das Virus, das 2009 die Schweinegrippe-Pandemie ausgelöst hatte.

Im Saarland ist die Zahl der Patienten mit Atemwegs-Erkrankungen nach Angaben des Gesundheitsministeriums derzeit leicht erhöht. Eine erste Infektion mit A/H1N1 sei in der vorigen Woche nachgewiesen worden. In der Saison 2009/2010 waren im Land drei Todesfälle in Zusammenhang mit der Schweinegrippe registriert worden, es gab rund 1700 bestätigte Infektionen.

Influenza-Experten rechnen Ende Januar oder im Februar mit dem Höhepunkt der diesjährigen Grippe-Welle. Grund zur Panik gebe es aber nicht. Eine Sprecherin des Robert-Koch-Instituts in Berlin sagte, es sei überraschend, dass die Zahl der Kranken nicht wie üblich bereits im November und Dezember hochgeschnellt sei. Möglicherweise sei eine hohe Beteiligung an der Schutzimpfung der Grund dafür.

Der saarländische Gesundheits-Staatssekretär Sebastian Pini (FDP, Foto: SZ) riet vor allem Menschen, die etwa durch Asthma, Diabetes oder chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbelastet sind, zu einer Schutzimpfung. "Es ist noch nicht zu spät, sich gegen die saisonale Grippe impfen zu lassen", sagte er auf SZ-Anfrage. Diese Impfung schütze auch vor der Schweinegrippe, sie müsse allerdings jährlich wiederholt werden. dapd/red/dpa