| 21:22 Uhr

Luftfahrtindustrie
Zukunft des Super-Airbus hängt am seidenen Faden

Toulouse. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus stellt trotz allgemeiner Höhenflüge bei Aufträgen und Auslieferungen die Zukunft seines Flaggschiffs A380 in Frage. Der scheidende Verkaufschef John Leahy räumte bei der Vorlage der Absatzzahlen für 2017 ein, dass die Produktion des weltgrößten Passagierjets mittelfristig von einer Bestellung der größten A380-Kundin Emirates abhängt.

Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus stellt trotz allgemeiner Höhenflüge bei Aufträgen und Auslieferungen die Zukunft seines Flaggschiffs A380 in Frage. Der scheidende Verkaufschef John Leahy räumte bei der Vorlage der Absatzzahlen für 2017 ein, dass die Produktion des weltgrößten Passagierjets mittelfristig von einer Bestellung der größten A380-Kundin Emirates abhängt.


Im vergangenen Jahr setzte sich bei der A380 das Trauerspiel der vergangenen Jahre fort. So lieferte Airbus zwar 15 Maschinen des Typs aus, verbuchte aber keine einzige Bestellung und kassierte obendrein zwei Stornierungen. Bis Ende 2017 waren 222 Maschinen ausgeliefert; doch das Auftragsbuch schrumpft – auf derzeit nur noch 95 Flugzeuge.

Airbus will die Produktion im laufenden Jahr auf zwölf Maschinen und 2019 auf nur noch acht A380 senken. Der Konzern könne auf bis zu sechs Flieger pro Jahr heruntergehen, sagte der Chef der Verkehrsflugzeugsparte, Fabrice Brégier. Ohne eine neue, auf Langfristigkeit angelegte Bestellung der Golf-Airline Emirates, die insgesamt 142 A380 bestellt und mehr als 100 davon schon erhalten hat, steht der Flieger laut Leahy jedoch über kurz oder lang vor dem Aus.