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Sculpting: Schminken mit 3-D-Effekt

Beim Contouring, auch Sculpting genannt, wird das Gesicht mit Make-up-Tricks optisch modelliert. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Beim Contouring, auch Sculpting genannt, wird das Gesicht mit Make-up-Tricks optisch modelliert. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa FOTO: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Berlin. Die Wangen zu breit, die Augen zu eng: Die eigene Gesichtsform kann man sich nicht aussuchen. Wer unzufrieden ist, kann aber tricksen und mit Sculpting für einen natürlichen, dreidimensionalen Look sorgen. Agentur

Warum sehen Instagram-Stars wie Kim Kardashian eigentlich sogar auf spontanen Selfies so gut aus? Ganz einfach: Dafür sorgt unter anderem der Make-up-Trend des Sculpting, auch Contouring genannt. Die amerikanische Ikone der Klatschpresse war eine der Ersten, die diesen Trend bekannt gemacht hat.


Das Prinzip des Contouring ist denkbar simpel: Betone deine Stärken, kaschiere deine Schwächen. "Dabei werden bewusst Kontraste eingesetzt", erklärt der Berliner Visagist Peter Arnheim. "Dunkle Töne nehmen zurück, helle heben hervor." Das klingt einfacher, als es ist. "Wer bei diesem Make-up übertreibt, sieht sehr schnell aus, als würde er Theaterschminke tragen." Wer es aber hinbekommt, kann sich über einen ganz natürlichen, dreidimensionalen Look freuen.

"Vor allem Sculpting-Anfängern rate ich gern dazu, anstelle von flüssigen Make-ups Puderprodukte zu benutzen. Zum einen, weil man sie leichter verblenden kann, zum anderen, weil Korrekturen von kleinen Patzern damit leicht fallen", erklärt Beauty-Expertin Doreen Stehfest aus der Parfümerie Akzente in Tauberbischofsheim.

Die Einsatzmöglichkeiten für Contouring sind vielfältig. "Hat man ein wenig zu eng zusammenstehende Augen, nutzt man am inneren Augenwinkel einen hellen Ton, am äußeren dagegen einen dunkleren. Bei zu weit auseinander stehenden Augen verfährt man genau umgekehrt", sagt Stehfest. Nach diesem Prinzip kann man auch dunkle Augenringe und tief liegende Augen korrigieren - in beiden Fällen kommt ein hellerer Ton zum Einsatz als bei der Grundierung.

Vor allem aber lässt sich mit Sculpting die Gesichtsform korrigieren. Visagist Horst Kirchberger aus München nennt zwei Beispiele: "Eine sehr flächige, also zu hohe oder zu breite Stirn lässt sich optimieren, wenn ich einen dunkleren Ton vom Haaransatz aus in die Stirn hinein auftrage." Wichtig dabei: Die Übergänge müssen perfekt verblendet sein. "Eine breite Nase dagegen wirkt schmaler, wenn man den Nasenrücken aufhellt."



Am Schluss des Sculpting-Make-ups stehen Akzente, die für einen frischen Look sorgen. "Dafür eignet sich ein Highlighter ideal", sagt Arnheim. "Ein Tupfer unter den Brauen lässt die Augen strahlen oder sorgt an der Kinnspitze und den Wangenknochen für Lebendigkeit."