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Speisepilze lassen sich auf Stroh mit etwas Geduld selbst züchten

Berlin. Agentur

Das Pilzesammeln im Wald ist müßig und kann sogar gefährlich sein, wenn man giftige Exemplare erwischt. Hobbygärtner können stattdessen auch einfach einen Pilzgarten anlegen. Dafür ist das Frühjahr gut geeignet. Viele Speisepilze gedeihen an feuchten und schattigen Stellen im Garten, an denen sonst wenig wächst, erklärt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Als Nährboden eignen sich frisches Holz oder sauberes Stroh. Anfänger sollten am besten Stroh wählen, raten die Experten. Darauf gedeihen etwa der Austernseitling und der Kulturträuschling. Herbert Lohner, BUND-Experte für Naturgärten , betont, dass das Stroh aus einem biologisch wirtschaftendem Betrieb kommen sollte. "Stroh aus konventioneller Landwirtschaft ist oft mit für die Pilze giftigen Chemikalien behandelt."

Pilzfarmen verkaufen direkt fertige Pilzbruten mit der dazugehörigen Kulturanleitung. Bequemer, aber auch teurer ist der Anbau mit fertig geimpften Strohballen und Hölzern. Das Ganze wird am besten auf schattiger Erde oder Rasen gelagert, dort gedeihen dann in mehreren Monaten die Pilze . Bei Shiitake-Pilzen dauert es zwei Jahre.

Der violette Rötelritterling und bestimmte Champignonarten lassen sich auch in Beeten oder Kästen kultivieren. "Man kann allerdings auch in Räumen wie feuchten Kartoffelkellern Pilze züchten", erklärt Lohner. Er warnt aber vor Enttäuschungen: "Man sollte etwas Experimentierlust und Ausdauer mitbringen."